Dienstag, 4. Februar 2003

FORMAT: Wandert Pepi Strobl in den Kaukasus aus?

  • Angebot des georgischen Ski-Verbands an den Österreicher

Wie geht es weiter mit Pepi Strobl? Das frustrierte Ski-Ass überlegt ja, Österreich den Rücken zu kehren, da er nicht zur Ski-WM in St. Moritz mitgenommen wurde. Zuerst hieß es, er könnte nach Deutschland wechseln. Wie das neue FORMAT berichtet, ergab sich nun ein zweite Option: Der Skiverband Georgiens hat Strobl ein Angebot gemacht!

Es ist nicht auszuschließen, dass der 28-Jährige wie angekündigt in der nächsten Saison für ein anderes Land startet, und ein Antreten für Deutschland wäre für den Lechtaler nahe liegend. "Prinzipiell ist alles möglich", schloss Strobl diese Möglichkeit nicht aus. "Ich fahre aber die Saison normal fertig. Bis zum Weltcup-Finale hoffe ich entschieden zu haben, wie es weiter geht."

Bezüglich Freigabe hätten ihm Alpinchef Hans Pum und Herrenchef Toni Giger bei einem Gespräch bereits zugesagt, ihm nichts in den Weg legen zu wollen, versicherte Strobl. Und von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der die Letztentscheidung hat, weiß man spätestens nach dem fehl geschlagenen Verbandswechsel von Skispringer Andreas Goldberger, dass er keinen abwanderungswilligen ÖSV-Läufer mehr halten wird.

Ein Verbandswechsel von Strobl ist nachvollziehbar. Während der siebenfache Weltcup-Sieger in Österreich extremer internen Konkurrenz ausgesetzt ist, besteht etwa das DSV-Abfahrtsteam derzeit gerade aus zwei Läufern, nämlich Max Raufer und Stefan Stankalla. Ein Wechsel von Strobl wäre kein Unikat, mit Kathrin Gutensohn (Heirat) oder Markus Eberle sind ja schon früher zwei ÖSV-Vertreter zum DSV gewechselt.

4.2.2003 14:11