Für Weltmeiser Steff glänzt nur Olympia-Gold heller
- Eberharters Erfolgsgeheimnis: Totale Lockerheit
- PLUS: Gratulieren Sie unseren beiden Medaillengewinnern!
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Jetzt gehen Steff & Co auf Rekordjagd!
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So fuhr Steff zum Super-G-Sieg!
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Gratulieren Sie Meissi & Gold-Michi!
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Maier & Strobl in Abfahrt dabei
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Ergebnis: Eber- harter holt Gold
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15 ÖSV-Medaillen in Chamonix 1962
Gleich der erste Tag der Ski-WM 2003 brachte eine riesige ÖSV-Party mit sich. Die Siegerehrung des Super G vor rund 5.000 Menschen auf dem Hauptplatz der WM-Stadt wurde am Sonntag dank dem Gold-Jungen Stephan Eberharter und dem silbernen Hermann Maier zu einer rot-weiß-roten Super-Show. Ein völlig entspannter Eberharter reihte danach im Österreicher-Haus die um den Hals hängende Goldene in seiner Trophäen-Sammlung fast ganz oben ein - nur das Olympia-Gold im Riesentorlauf von Salt Lake City glänzt für den Tiroler noch heller.
Denn für den 33-Jährigen ist sie Symbol für seine lange Karriere, die ihm 1991 in Saalbach die erste und nun zwölf Jahre später in der Schweiz seine dritte und bis auf weiteres letzte WM-Goldene verschafft hat. "Da wird einem bewusst, dass man seit zwölf Jahren in der Weltspitze dabei ist. Und das haben bisher nur Wenige geschafft." Eberharter, der sich nach dem goldenen Sonntag auf einen freien Montag freute, hat somit bereits Anfang Februar sein Saisonziel 2002/2003 erfüllt. "Denn ich wollte entweder den Gesamt-Weltcup verteidigen oder ein WM-Gold holen".
Bei seinem Goldlauf hatte Eberharter übrigens wieder jenes Modell verwendet, mit dem er vor einem Jahr in Snowbasin zu Olympia-Silber im Super G gefahren war. Damals hatte der Zillertaler Gold gegenüber dem Norweger Kjetil-Andre Aamodt nur um eine Zehntel Sekunde verpasst und sich nach dem Lauf über unvollständige Funksprüche von Seiten der Trainer-Crew beschwert.
"Immer mehr ohne Rücksicht auf Verluste"
Seine zahlreichen, größtenteils verletzungsbedingten Rückschläge sieht Eberharter mit all seiner Routine: "Die Tiefs gehören genauso zu einer Karriere wie die Hochs." Im Laufe der Jahre hat der Zillertaler Einiges im Ski-Zirkus miterlebt, auch unzählige Weiterentwicklungen. "Am auffälligsten ist natürlich die Materialentwicklung, es wird aber auch immer kraftvoller gefahren, immer mehr ohne Rücksicht auf Verluste", berichtete Eberharter, dessen Vater alle Rennen seines Sohnes, also u.a. auch die Gold-Läufe von Saalbach, auf Video archiviert hat.
Giger bewundert Eberharters Lockerheit
Von seiner im Dezember 2002 in Val d'Isere erlittenen Knieverletzung spürt der Super-G-Champion nichts mehr. Dass sich Eberharter nicht nur körperlich, sondern auch geistig von diesem Rückschlag erholt hat, ist für Herren-Chef Toni Giger ein Zeichen besonderer Stärke: "Da kennt man dann die ganz Großen heraus." Als Geheimnis des Erfolges sieht Giger die unglaubliche Lockerheit des Routiniers, die seit Saisonbeginn zu Tage tritt. "Letzte Saison hatte er anscheinend noch einige Rechnungen zu erledigen", meinte der 39-jährige Giger.
Auch Tomba gratulierte
Für Giger kam Eberharter auch die Rückkehr von Maier insofern entgegen, dass der Weltcup-Leader nun wieder mehr Zeit für sich selbst hat. "Der ganze Medienrummel kostet doch viel Zeit und Kraft. Der Steff hat die Verlagerung Richtung Hermann positiv aufgenommen." Komplimente gab's für Eberharter nicht nur von seinem Chef Giger, sondern u.a. auch von der italienischen Ski-Legende Alberto Tomba, der dem Österreicher via Handy von ÖSV-Pressemann Robert Brunner herzlich gratulierte.
Fröhlich ins Bett
Nachdem Eberharter alle Hände geschüttelt hatte und im ÖSV-Kreis feiern durfte, ging es nach Hause ins Hotel Laudinella, wo bereits die nächste Gratulation wartete - diesmal eine schriftliche. "Wir grüßen die besten und schnellsten Skifahrer der Welt", war da im Hauslift zu lesen. Fröhlich ins Bett ging auch Toni Giger, der jedoch warnt, sich in den folgenden Disziplinen nicht zu sicher zu sein. "Geschenkt wird uns dadurch sicher nichts. Eine gewisse Lockerheit ist aber natürlich spürbar", so Giger an einem aus ÖSV-Sicht durch und durch lockeren Abend.
