Wahrzeichen verloren: Wembley-Türme abgerissen
- Neue Arena für 90.000 Zuschauer soll 2006 fertig sein

Der englische Fußball hat mit dem Abriss der Zwillingstürme des Londoner Wembley-Stadions eines seiner Wahrzeichen verloren. Am Freitag rückte eine gigantische Abbruchmaschine mit dem Spitznamen "Goliath" an, um die Türme einzureißen. Seit September letzten Jahres waren bereits andere Teile der weltbekannten Arena dem Erdboden gleichgemacht worden, damit an gleicher Stelle ein neues, hochmodernes Stadion erbaut werden kann.
Die weißen Zwillingstürme waren für viele Fans mehr als nur ein architektonisches Denkmal. Sie waren Teil des Erlebnisses, ein Spiel im berühmtesten Fußball-Stadien der Welt erleben zu dürfen. Als "Kathedrale des Fußballs" hatte Pele das 1923 eröffnete Wembley-Stadion einst bezeichnet, obwohl der Brasilianer dort nie gespielt hat. Eine der denkwürdigsten Partien in der Arena war das WM-Endspiel 1966 zwischen England und Deutschland (4:2 nach Verlängerung) mit dem zur Legende gewordenen Wembley-Tor von Geoff Hurst.
Bereits jetzt bestehen Pläne beim englischen Verband, das neue Wembley-Stadion mit einem Spiel gegen Deutschland zu eröffnen. Das Ende der Bauarbeiten für die neue, 90.000 Zuschauer fassende und 1,146 Milliarden Euro teure Arena ist für das Frühjahr 2006 geplant. Anstelle der Zwillingstürme soll dann ein 133 Meter hoher Bogen über dem Stadion das neue Wahrzeichen von Wembley sein.
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