Nike fordert Trennung Jones' von ihrem Trainer
- Sportartikel-Hersteller droht mit Stopp einer Werbekampagne

Leichtathletik-Superstar Marion Jones soll nach dem Willen ihrer Ausrüster-Firma Nike die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen kanadischen Coach Charlie Francis beenden. Wie die britische Zeitung "The Guardian" am Mittwoch berichtete, droht der Sportartikel-Hersteller der dreifachen Olympiasiegerin von Sydney, die für kommendes Jahr mit ihr im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen geplante Werbekampagne zu stoppen, sollte die US-Sprinterin ihrem Trainer nicht den Laufpass geben.
"Die Ausgangslage ist klar: Wenn sie ihn nicht verlässt, ist es zu spät, für sie und für uns", wurde in der Zeitung ein hochrangiger Mitarbeiter von Nike zitiert. Der Sponsorvertrag mit dem US-Konzern bringt Jones jährlich 800.000 Dollar (739.235 Euro) ein.
Francis gilt als Befürworter von Doping-Praktiken im Sport. Er führte Ben Jonson 1988 in Seoul zum Olympiasieg über 100 m in Weltrekordzeit. Noch in Südkorea wurde der Kanadier des Dopings mit Stanozolol überführt, verlor damit seine Goldmedaille und sorgte für den bisher größten Skandal in der Sportgeschichte. Francis wurde danach auf Lebenszeit verboten, mit kanadischen Sportlern zu arbeiten.
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