Verheerende Grippewelle in Kongo
- Erste Bilanz: 2.000 Tote und Millionen Infizierte
- PLUS: Ebola-Seuche in Nachbarland Kongo-Brazzaville (Kasten)
Durch eine Grippewelle in Kongo sind mindestens 2.000 Menschen ums Leben gekommen! Millionen weitere Einwohner des zentralafrikanischen Bürgerkriegslands sind infiziert, sagte Gesundheitsminister Mashako Mamba am Freitag in der Hauptstadt Kinshasa. Das gefährliche Virus habe die Hauptstadt erreicht und dort bereits rund 100 Menschen getötet.
Der Erreger war im September erstmals in der benachbarten Zentralafrikanischen Republik entdeckt worden. Wie ein Epidemiologe des kongolesischen Gesundheitsministeriums dem Radiosender BBC sagte, hätten Flüchtlinge, Milizkämpfer und Händler das Virus über vier kongolesische Provinzen bis in die Sechs-Millionen-Metropole gebracht.
Besonders betroffen sei die von Rebellen kontrollierte Provinz Equateur, wo hauptsächlich Kinder und alte Menschen in den Dschungeldörfern an der Krankheit stürben. Nach viereinhalb Jahren Bürgerkrieg sind die meisten Krankenhäuser dort zerstört. Gesundheitsexperten berichteten von einer Ausbreitung der Grippewelle auf das westliche Nachbarland Kongo-Brazzaville, in dem auch die gefährliche Ebola-Seuche ausgebrochen ist (siehe Kasten rechts).
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