USA erwägen bei Irak-Krieg Gas-Einsatz
- Rumsfeld: Zum Schutz von Zivilisten "absolut angemessen"
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Die USA wollen bei einem möglichen Krieg gegen Irak auch nicht tödliche Chemiewaffen einsetzen! Im Pentagon würden dazu entsprechende Anweisungen für die Soldaten erarbeitet, sagte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.
Internationale Verträge und Gesetze machten den Einsatz solcher Kampfgase aber "sehr kompliziert", so die Sichtweise Rumsfelds. Dabei sei Betäubungsgas in bestimmten Situationen etwa zum Schutz der Leben von Zivilisten "absolut angemessen", sagte der Verteidigungsminister.
Die internationale Chemiewaffen-Konvention verbietet den Einsatz auch von nicht tödlichem Kampfgas im Krieg. Experten des Nationalen Wissenschaftsrates hatten der US-Regierung vergangenen November empfohlen, angesichts der Verwicklung der US-Streitkräfte in mögliche Häuserkämpfe die Entwicklung nicht tödlicher Waffen voranzutreiben. Regierungsunabhängige Organisationen drängten Washington dagegen wiederholt zum Stopp der Forschung an bewusstseinsverändernden Mitteln ("calmatives") sowie Krämpfe auslösenden Stoffen ("convulsants").
Bei dem Einsatz von eines bisher noch immer nicht identifizierten Nervengases oder Gasgemisches durch eine russischen Spezialeinheit bei der Geisel-Tragödie Ende Oktober in einem Moskauer Musical-Theater waren insgesamt 160 Menschen, davon 129 Geiseln, fast ausschließlich durch das von den russischen Behörden als nicht tödlich bezeichnete Gas getötet worden.
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