Schnee- und Kälterekord in Süditalien
- Weiße Pracht in Neapel und Sizilien
- Minus zehn Grad in Tarvis
Die Kältewelle hält Italien weiterhin im Griff. In der Nacht auf Mittwoch schneite es in Neapel, der Vesuv war in eine weiße Decke gehüllt. Zu heftigen Schneefällen kam es auch auf Sardinien. Vor allem aus dem Inneren der Mittelmeerinsel wurden erheblichen Schwierigkeiten für den Verkehr gemeldet.
Ein Meter der weißen Pracht fiel in den Berggebieten der sizilianischen Provinzen Enna und Messina. Mehrere Auto- und Lkw-Fahrer blieben in der Nacht auf den Straßen stecken. Auf der Autobahn zwischen Palermo und Catania musste man Schneeketten anlegen. Wegen eines starken Windsturms stürzten Bäume und TV-Antennen in Palermo um, während die sizilianischen Inseln Pantelleria und Linosa weiterhin isoliert blieben.
Das schlechte Wette belastete auch die süditalienische Region Kalabrien. Der Hafen der Stadt Gioia Tauro musste wegen des heftigen Windes gesperrt werden. In der Nähe der Stadt Sarno, in der eine Erdrutschkatastrophe im Jahr 1998 37 Menschenleben gefordert hatte, mussten zwölf Familien aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen, nachdem der Fluss Sarno wegen der Regenfälle der vergangenen Tagen über die Ufer getreten war.
Norditalien steht inzwischen weiterhin im Bann der klirrenden Kälte. Im friaulischen Tarvis wurden minus zehn Grad gemeldet. In Triest machte scharfer Wind den Einwohnern zu schaffen.
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