Nordkorea fährt Nuklearanlagen wieder hoch
- Nordkorea kündigt stärkere Selbstverteidigung an
- Wegen US-Plänen zur Aufstockung der US-Militärpräsenz
·Nordkorea
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·Atomkrise
US-Truppen auch in Korea-Region?
Nordkorea hat seine Atomreaktoren wieder hochgefahren. Die Nuklearanlagen zur Stromversorgung würden derzeit wieder "auf ein normales Maß" hochgefahren, sagte ein Sprecher des Außenministeriums der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch. Der stalinistische Staat will nach eigenen Angaben auch mit "stärkeren Maßnahmen zur Selbstverteidigung" auf US-Pläne für eine Aufstockung seiner Militärpräsenz im Pazifik-Raum reagieren.
Die nordkoreanische Regierung habe bereits betont, dass sie ihre nuklearen Aktivitäten "derzeit auf friedliche Zwecke einschließlich der Stromproduktion" beschränken wolle.
Die US-Regierung wollte zu dem Vorfall zunächst nicht direkt Stellung nehmen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, sagte lediglich, Nordkorea begebe sich in eine immer "größere Isolation". Für die nordkoreanische Bevölkerung bedeute dies "einen echten Rückschritt". Auf die Frage, ob Pjönjang die internationale Konzentration auf die Irak-Krise ausnutze, sagte Fleischer, Nordkorea habe bereits in den 90er Jahren unabhängig von jedem Zusammenhang mit dem Irak ähnlich gehandelt.
Nordkorea kündigt stärkere Selbstverteidigung an
Die "Kriegshysterie der US-Imperialisten" sei in eine gefährlichere Phase eingetreten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch. Zugleich wurde den USA der Wille zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts um Pjöngjangs Atomprogramm abgesprochen. "Die USA sprechen irreführend darüber, uns nicht angreifen zu wollen und eine friedliche Lösung anzustreben, doch hinter diesem Dialogrefrain verhöhnen sie uns, indem sie Kriegsvorbereitungen treffen", so die KNCA. Welche Art von Maßnahmen Nordkorea ergreifen wolle, wurde nicht gesagt.
Der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage hatte am Dienstag in Washington erklärt, die USA wollten direkte Gespräche mit Nordkorea über dessen umstrittenes Atomprogramm führen. In Washington hieß es, die USA wollten einen internationalen Konsens über das weitere Vorgehen im Atomstreit erzielen. Es werde auf jeden Fall direkte Gespräche mit dem kommunistischen Land geben, sagte Vizeminister Armitage.
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