Montag, 3. Februar 2003

Erster außerordentlicher Gipfel der Afrikanischen Union

  • Libyen beantragt Umwandlung in "Vereinigte Staaten Afrikas"

Der erste außerordentliche Gipfel der Afrikanischen Union (AU) hat begonnen. Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki eröffnete als amtierender AU-Vorsitzender am Montag das zweitägige Treffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Zum Auftakt der Konferenz waren zunächst etwa 30 Staats- und Regierungschefs angereist.

Die Vertreter der 53 Mitgliedstaaten der AU wollen in erster Linie über Änderungen der Gründungsakte vom 11. Juli 2000 diskutieren. Außerdem steht die Krise in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) auf der Tagesordnung.

Aus aktuellem Anlass wurden auch die Bürgerkriege in Burundi und der Demokratischen Republik Kongo auf die Tagesordnung genommen. Geplant ist zudem eine Debatte über die Position Afrikas in der Irak-Krise. Die AU löste im Juli vergangenen Jahres offiziell die Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) ab. Zur Debatte steht auch ein Antrag Libyens, die Union künftig in die "Vereinigten Staaten Afrikas" umzuwandeln. Vorschläge für eine zentrale Regierung und eine gemeinsame Armee werden derzeit von der Mehrheit der Mitglieder abgelehnt.

3.2.2003 09:58