Samstag, 8. Februar 2003

Haupt: Eindringliche Warnung vor Schwarz-Grün

  • Kärntner Landeshauptmann wirft ÖVP "Verrat" vor
  • PLUS: Alle Infos zur laufenden Suche nach einer Regierung!

Auch der Kärntner Landeshauptmann leistet seinen Beitrag zur Kritik an einer mögliche Schwarz-Grün-Koalition: Mit äußerst scharfen Worten hat sich der Jörg Haider am Samstag gegen eine ÖVP-Grüne Bundesregierung gewandt. Besonders in der Ortstafelfrage befürchtet Haider eine fantatische Schwarz-Grün-Politik. Haider Beim Wahlauftakt für die Kärntner Gemeinderatswahlen am 9. März warf der der ÖVP "Verrat und Gesinnunglosigkeit" vor.

"Viele, die diesmal die ÖVP gewählt haben und wollten, dass wie bisher etwas weiter geht, sind betrogen worden", betonte Haider vor rund 500 Gemeindefunktionären in einem Hotel in der Bezirksstadt Feldkirchen. "Dieser Verrat der ÖVP, der tut schon weh", rief Haider unter tosendem Applaus.

An die Adresse der ÖVP gerichtet verlangte Haider in seiner Eigenschaft als Landeshauptmann und "im Interesse der österreichischen Bevölkerung" die möglichst rasche Realisierung einer neuen Bundesregierung.

"Ich fordere ein Ende des Sondierens, Parlierens und Flanierens"; betonte der Ex-FPÖ-Chef. Haider: "Ich würde es begrüßen, wenn endlich eine Bundesregierung geschaffen wird und die Sanierungsgespräche untereinander beendet werden, denn für was werden sie schließlich bezahlt?"

Haider befürchtet "fanatische Ortstafelpolitik"
Eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene würde eine "fanatische Ortstafelpolitik" betreiben, prophezeite der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider am Samstag beim FPÖ-Wahlauftakt für die Gemeinderatswahl am 9. März in Feldkirchen und kündigte an, das man sich dies nicht gefallen lassen werde. Sollte dies Wirklichkeit werden, werde die ÖVP das in Kärnten "zu spüren bekommen". Heftige Attacken ritt der Landeshauptmann auch gegen die SPÖ in Kärnten, die Schuldenberge und "Ruinen" hinterlassen habe.

"Was die ÖVP da zusammen mit den Grünen plant, ist ja wirklich eine interessante Angelegenheit", meinte Haider. Wenn eine schwarz-grüne Regierung komme, dann werde man Widerstand leisten gegen diese fanatische Ortstafelpolitik. Haider: "Die können im Parlament von mir aus fünfsprachige Schilder anbringen, aber uns in Kärnten sollen sie damit in Ruhe lassen." Sollte die Volkspartei die Linie der Grünen bei der Frage der zweisprachigen Ortstafeln wirklich mittragen, dann werde sie das auch in Kärnten zu spüren bekommen, richtete Haider eine Warnung an den ehemaligen Koalitionspartner.

8.2.2003 15:31