Sonntag, 9. Februar 2003

Serie von Rodelunfällen mit Kindern in Salzburg

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Die Serie von schweren Rodelunfällen mit Kindern reißt in Salzburg nicht ab. Am Donnerstagnachmittag erlitt ein vierjähriger Bub am Dürrnberg im Tennengau Kopfverletzungen unbestimmten Grades, als er seinem Plastik-Bob neben der Skipiste des Zinkendoppelsesselliftes nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte. Das Kind flog laut Gendarmeriebericht vom Samstag mit dem Kopf voran auf die schneefreie Dürrnbergstraße.

Der Hang sei sehr glatt gewesen, berichteten Augenzeugen. Rotkreuz-Helfer aus Hallein und ein Notarzt leisteten Erste Hilfe. Der Rettungshubschrauber "Christophorus 6" flog den Bub in die Neurologie nach Salzburg. Am selben Tag hatten sich in Salzburg bereits zwei weitere Rodelunfälle mit Kindern im Pinzgau ereignet. In St. Martin bei Lofer war ein sechsjähriger Bub ebenfalls mit einem Plastik-Bob auf einem Güterweg frontal gegen einen Pkw geprallt.

In Rauris wurde eine 13-jährige Schülerin aus Deutschland verletzt, nachdem sie auf einer Naturrodelbahn von einer 47-jährigen deutschen Urlauberin gerammt worden war. Einen Tag zuvor, am Mittwoch, wurde ein achtjähriger Bub verletzt, der mit seiner Mutter auf der Rodelbahn Schönmoosalm in Krimml (Pinzgau) unterwegs war. Die beiden Urlauber, sie kamen ebenfalls aus Deutschland, hatten in einer Kurve die Kontrolle über ihren Schlitten verloren und prallten gegen einen Baum. Die Frau erlitt einen Unterschenkelbruch.

"Schlittenfahren auf Skipisten und in der Nähe von Straßen ist besonders gefährlich", warnte kürzlich der Vorstand der Grazer Kinderklinik, Michael E. Höllwarth. Jährlich würden rund 2.000 Kinder und Jugendliche in Österreich schwere Unfälle mit dramatischen Folgen erleiden. Häufig verlieren die Kinder bei hohen Geschwindigkeiten die Kontrolle über ihre Rodel oder Plastik-Bob.

9.2.2003 09:21