Mittwoch, 5. Februar 2003

Lawinengefahr in Tirol weiterhin "groß"

  • Entspannung der Lage voraussichtlich am Sonntag

In Tirol ist die Lawinengefahr am Samstag "groß" geblieben. Auf der fünfteiligen Skala wurde neuerlich der Wert "4" erreicht. Auch auf den Autobahnen gab es schneebedeckte Fahrbahnen, auf höher gelegenen Bundes- und Landesstraßen Kettenpflicht. Eine Entspannung der Lage wurde erst nach Abklingen der Schneefälle - voraussichtlich in der Nacht auf Sonntag - erwartet.

Der Alpenraum lag weiter in einer Nordströmung, in die aber eine Warmfront eingelagert war. Sie führte zu einer deutlichen Frostabschwächung im Gebirge und auch zu Schneefällen an der Alpennordseite. Ab Sonntag sollte sich laut Experten des Lawinenwarndienstes dann Hochdruckeinfluss mit trockener Luft durchsetzen. Der Schwerpunkt der Schneefälle konzentrierte sich auf die Nordalpen, wo 40 bis 50 Zentimeter Schnee fallen können.

In den Nordalpen war seit Freitagabend mit bis zu 20 Zentimetern Schnee am meisten Neuschneezuwachs zu verzeichnen. In den übrigen Regionen Nordtirols waren es meist zwischen fünf und zehn Zentimetern. Osttirol war weiterhin wetterbegünstigt. Während der Wetterberuhigung am Freitag habe sich die Schneedecke setzen und etwas stabilisieren können.

Die Gefahr wurde in den nördlichen Regionen Tirols unverändert als groß eingestuft. Die Auslösewahrscheinlichkeit von spontanen Lawinen habe seit Donnerstag deutlich abgenommen, nehme nun jedoch auf Grund der Schneefälle wieder langsam zu und werde vermutlich während der späten Nachmittags- bzw. Abendstunden am größten sein. Betroffen waren davon vor allem der Osten Nordtirols, insbesondere die östlichen Nordalpen sowie die Kitzbüheler Alpen.

Für den Wintersportler bleibe die Situation kritisch, wobei gegen Süden, vor allem im südlichen Osttirol derzeit die vergleichsweise besten Tourenbedingungen anzutreffen seien. Unerfahrene Personen sollten unbedingt auf den gesicherten Pisten bleiben, rieten die Experten.

5.2.2003 11:56


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