9-jähriger schleppt sich mit gebrochenem Bein zu Hütte
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Riesenglück hatte der "kleine Held" nach einem schweren Skiunfall: Mit einem gebrochenen Oberschenkel musste sich ein neunjähriger Bub zwei Stunden lang in der Dunkelheit durch den Tiefschnee schleppen, ehe er zu einer Almhütte gelangte, wo er um Hilfe rufen konnte. Der Bub war beim Skifahren im freien Gelände in seiner Heimatgemeinde Maria Alm im Salzburger Pinzgau gestürzt. Da er ganz alleine war, musste er sich bis zur Hütte durchschlagen.
Da der Neunjährige nach Betriebsende der Liftanlagen nicht heimgekommen war, fragte der Vater zuerst im Freundeskreis des Buben. Als er auch dort nirgends zu finden war, alarmierte der Vater gegen 18.00 Uhr die Gendarmerie, die mit rund 15 Bergrettungsmännern aus Saalfelden sofort eine Suchaktion startete.
Eine Dreiviertel Stunde später meldete sich der Neunjährige telefonisch. Er sei zwei Stunden davor abseits der Piste gestürzt und habe nun die so genannte Postalm erreicht. Dort wurde der Schüler dann vom Notarzt versorgt. Danach wurde er mit einem Pistengerät ins Tal gebracht und ins Krankenhaus Zell am See eingeliefert.
Arzt: "Bub hat sich selbst das Leben gerettet"
Nähere Einzelheiten, wie sich der neunjährige Bub in Maria Alm mit dem gebrochenen Oberschenkel am Montag Abend gerettet hatte, schilderte Bergrettungsarzt Wolfgang Tafatsch heute Mittag im ORF Salzburg. Matthias habe sich durch sein mutiges Verhalten selbst das Leben gerettet, meinte der Mediziner.
"Gegen 17.30 Uhr ist die Meldung eingelangt, dass der Bub bei der Postalm eingelangt ist und eine Verletzung am Fuß hat", sagte Tafatsch, "Der ist dort gelegen mit dem Bruch im linken Oberschenkel. Er hat mir erzählt, dass er nach dem Sturz zwei Stunden zu der Hütte gerobbt ist. Ski und Stecken hat er liegen gelassen, hat den verletzten Fuß hinter dem Unverletzten im Skischuh eingeklemmt und ist zwei Stunden gerobbt."
Die Bergretter fanden den Neunjährigen im guten Zustand: "Er war leicht unterkühlt, aber gut ansprechbar", so Tafatsch. "Er hat nie über Schmerzen geklagt. Er wurde mit dem Notarztwagen nach Zell am See ins Krankenhaus gebracht. Dort hat man ihn in der Nacht operiert. Und jetzt geht's ihm gut, sagt das Krankenhaus."
Der neunjährige Matthias habe sich durch sein Verhalten das Leben gerettet, ist sich der Bergrettungsarzt sicher: "Wenn der mit einer solchen Verletzung oben liegen bleibt, dann erfriert er. Er hat sich richtig verhalten. Und wenn man sich richtig verhält, hat man die Chance, dass man so etwas relativ gut übersteht."
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