Nach Pannen: Sicherheitsprogramm bei Tyrolean
- AUA: Keine neue Dash 8/400, bis Fehler behoben sind
- Plus: Die Tyrolean-Pannen im Jänner 2003
Nach einer Serie von Pannen startet die zur AUA-Gruppe gehörende Fluglinie Tyrolean Airways nun ein Sicherheitsprogramm für ihre Maschinen des Typs Dash 8/400. Am 29. Jänner (siehe Kasten) hatte ein Flugzeug dieses Typs beim Start ein Rad verloren.
Seit April 2002 fielen wegen technischer Probleme etwa 50 Flüge mit der Dash aus. Die Passagiere seien zu Recht verärgert, der Image-Schaden groß, sagte Tyrolean-Cehf Johann Messner. Auf der Strecke Salzburg - Frankreich wird ab nun eine Fokker 70 eingesetzt. Die Dash-Maschinen werden überholt.
Bisher habe man mit allen anderen Modellen dieses Typs keine Probleme gehabt, so Messner. Weltweit gebe es aber 75 Dash 8/400, die ähnliche Probleme haben, wie jene bei der Tyrolean.
Zu den bisherigen Unkosten durch die aufgetretenen Probleme wollte sich die AUA nicht äußern. "Es geht uns nicht um den finanziellen Schaden, sondern um den enormen Imageschaden", meinte Messner. Eine Dash 8/400 kostet jedoch 20 Millionen Dollar (18,5 Millionen Euro). Laut Soerensen habe es durch die Dash-Zwischenfälle noch keine Passagierrückfälle gegeben. "Wenn es aber so weiter geht, wird es dazu kommen."
Aus diesem Grund wurde von der AUA ein umfangreiches, nunmehr viertes Modifikationsprogramm angesetzt. Dieses bestehe aus einer weiteren Optimierung der Elektronik und Software-Programme sowie der Anpassung technischer Komponenten der Hydrauliksysteme. Nach einem Zwischenfall in Frankfurt, wo eine Dash 8/400 der Tyrolean ein Rad verloren hatte, werden nun alle anderen Fahrwerke der in der Flotte befindlichen Flugzeuge auf mögliche Haarrisse überprüft. Zudem werden die Inspektionsintervalle zusätzlich verkürzt.
Die Tyrolean Airways-Muttergesellschaft Austrian Airlines (AUA) erklärte am Montag keine neue Dash 8/400 vom kanadischen Hersteller Bombardier zu bestellen, bis nicht alle Fehler des Fliegers behoben sind. Aus dem Vertrag der bereits verwendeten Dash könne man zwar nicht heraus, meinte AUA-Chef Vagn Soerensen bei einer Pressekonferenz in Wien. Bei Fehlerfindung könne der Hersteller aber zur Verantwortung gezogen werden.
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