Donnerstag, 30. Jänner 2003

T-Systems Austria steigert Mitarbeiterzahl

  • Keine Verkäufe in Osteuropa
  • Strategischer Partner mit Minderheitsbeteilung für T-Systems

Auch bei T-Systems Austria, der System- und Netzwerktochter der Deutschen Telekom, sieht man keine Auswirkungen aus dem Sparprogramm des Bonner Mutterkonzerns. Im Gegenteil: Die Zahl der Mitarbeiter sei im Jahr 2002 erneut gestiegen - von 714 auf 765 Beschäftigte, betonte T-Systems Austria-Chef Rudolf Kemler. Mögliche strategische Partner, die sich mit einem geringen Minderheitsanteil am T-Systems-Konzern beteiligen könnten, erwartet Kemler nach persönlicher Einschätzung heuer nicht mehr.

In Österreich habe man im Zuge des Sparprogramms des Konzerns das Produktportfolio durchforstet. Einzelne Geschäftsfelder habe man heruntergefahren oder geschlossen - etwa ein Bibliotheksverwaltungssystem. Durch Wachstum in anderen Bereichen sei der Mitarbeiterbedarf insgesamt aber sogar gestiegen.

Erst Ende des Vorjahres habe T-Systems Austria für Lösungen im Gesundheitsbereich die internationale Verantwortung im Konzern - auch für Deutschland - übertragen bekommen. Außerdem hat die Wiener Niederlassung im Vorjahr, wie berichtet, auch die Verantwortung für den Gesamtraum Zentral- und Osteuropa erhalten.

Osteuropa
Wie in Österreich plant Kemler auch in Osteuropa keine Verkäufe - erwarte man doch bei allen Osttöchtern ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Das Unternehmen befinde sich aber derzeit sicher auch nicht in der Phase um Akquisitionen zu tätigen, betonte der T-Systems Austria-Chef.

Um die weißen Flecken auf der T-Systems-Landkarte zu füllen - in Osteuropa derzeit Rumänien, Bulgarien, Kroatien, die Slowakei und Slowenien - ist T-Systems daher auf Partner angewiesen.

Verhandlungen über einen Minderheitseinstieg von Cap Gemini sind laut Kemler bereits weit gediehen gewesen, erst kürzlich aber am Preis gescheitert. Derzeit sei niemand in Aussicht, der T-System so gut ergänze, wie dies Cap Gemini getan hätte.

Mehrere Partner gesucht
T-Systems suche daher nun nach mehreren Partnern, aufgesplittet nach den jeweiligen Regionen oder den vier Kerngeschäftsfeldern Computer- und Desktopservices, Systemintegration, Netzwerkservices und Netzwerk-Hosting. Derzeit sei man dabei, den Markt neu zu sondieren, was nach Einschätzung Kemlers noch sechs bis acht Monate in Anspruch nehmen werde. Seiner persönlichen Einschätzung zufolge wird T-Systems das Jahr 2003 aber noch ohne strategischen Partner abschließen.

Weitere Informationen:

  • Telekom-Website
  • T-Mobile-Website

    30.1.2003 09:20