Auktionshaus Ebay setzt auf professionelle Händler
- Spielwarenhandel als potentieller Partner
Das Internet-Auktionshaus Ebay will in Deutschland noch stärker zur Verkaufsplattform für den professionellen Handel werden. Das einst als private Tauschbörse gegründete Unternehmen sieht hier noch enorme Wachstumspotenziale, so Management-Direktor Markus Riecke am Rande der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg. Vor allem für den Spielwarenhandel biete sich mit dem Internet-Auktionshaus ein neuer und preiswerter Vertriebsweg an, betonte Riecke.
Das virtuelle Auktionshaus kommt nach Einschätzung des Ebay-Vertreters vor allem als Ergänzung zum stationären Spielzeughandel in Betracht. Besonders geeignet sei dabei das Internet sowohl für knappe, brandneue Artikel als auch für Restposten, für die kein Platz mehr in den Regalen sei, sagte Riecke. Weniger geeignet sei Ebay für gängige, überall erhältliche Saisonartikel.
Entgegen dem Branchentrend habe sich der Warenwert der bei Ebay Deutschland gehandelten Spielwaren im Jahr 2002 mit 150,5 Mio. US-Dollar (97,1 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Im Jänner seien bei Ebay mehr als 130.000 Modellbau- und mehr als 85.000 Spielzeugartikel angeboten worden. "Alle 15 Sekunden ist ein Modelleisenbahnartikel, alle 22 Sekunden ein Modellauto und alle 40 Sekunden ein Gesellschaftsspiel verkauft worden", berichtete Riecke. Insgesamt waren im Jahr 2002 über Ebay Deutschland Waren im Wert von einer Mrd. US-Dollar umgeschlagen worden.
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