Virus-Attacke: Schäden in USA in Milliarden-Höhe!
- Notrufnummern und Geldautomaten lahm gelegt
- Deutliche Auswirkungen in Bereichen des Alltags
·Cyber-Virus
Wurm stört weiter den Web-Verkehr
Der Computerangriff Ende Jänner hatte in den USA weit schlimmere Auswirkungen als zunächst angenommen. Der Schaden geht vermutlich in die Milliarden Dollar. Der Angriff sei "vergleichbar mit dem Schlimmsten, was das Internet bisher erlebt hat", sagte der Computerexperte Miles McNamee.
Die Regierungen der USA und Kanadas räumten ein, dass sie vor allem davon überrascht wurden, dass der Internet-Angriff auch deutliche Auswirkungen darüber hinaus in Bereichen des alltäglichen Lebens hatte, die bisher als weitgehend sicher galten. So funktionierten in Seattle am Samstag für mehrere Stunden die Notrufnummern von etlichen Polizei- und Feuerwehrbezirken nicht. Und auch die Geldautomaten der Bank of America, einer der größten US-Banken, waren außer Betrieb.
"Kollateralschäden"
Einer der Berater von US-Präsident George W. Bush für Computersicherheit, Howard Schmidt, sprach von "Kollateralschäden". Bisher sei nur darüber geredet worden, dass auch andere wichtige elektronische Systeme von einem Internet-Angriff betroffen sein könnten. Die Abhängigkeiten der verschiedenen Systeme müssten jetzt untersucht werden.
Die Angreifer nutzten einen Fehler in der weit verbreiteten Datenbanksoftware SQL Server 2000 (SQL auszusprechen wie "Siquel") von Microsoft aus. Der Angriff wurde als DDoS-Attacke eingestuft - bei einem "Distributed Denial of Service" werden Internet-Rechner mit einer Flut von Anfragen überschwemmt, die deren Kapazität übersteigt. Dabei übernehmen die Angreifer die Kontrolle über attackierte Rechner und nutzen diese als Ausgangspunkt für neue Angriffe.
