KaZaA klagt RIAA und Hollywood
- RIAA habe interessierte Industrie-Vertreter zurück gepfiffen
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Industrie hat den Kampf verloren
Sharman Networks , Besitzer der populären Tauschbörsen-Software KaZaA , hat in Los Angeles eine Gegenklage gegen die Musik- und Filmindustrie eingebracht. Sharman behauptet, die beiden Industrien seien nur daran interessiert mögliche Konkurrenten aus dem Online-Vertrieb zu verdrängen, berichtet das Branchenportal Cnet.
Demnach haben Sharman und sein Geschäftspartner Altnet sich mehrmals mit Vertretern der Musikindustrie getroffen. Ziel sei ein Lizenzvertrag für urheberrechtlich geschützten Content für den Online-Vertrieb gewesen.
RIAA gegen Kooperation von Kazaa & Industrie
Sharman behauptet in der Gegenklage, dass einige Vertreter der Industrie durchaus Interesse an einem Lizenzvertrag gezeigt hätten. Sie seien aber von der RIAA zurückgepfiffen worden. Die RIAA und andere Handelsgruppen hätten ihre Verhandlungspartner "wiederholt instruiert" die Kontakte mit Sharman und Altnet nicht fortzusetzen. Daraus schließt das australische Unternehmen, dass es der Industrie nicht um eine legale Abwicklung des Online-Tauschservices gehe. Die Industrie wolle nur potenzielle Konkurrenten vermeiden.
Der Erzfeind
Die RIAA sieht in KaZaA ihren Erzfeind, nachdem Napster und Aimster tot geklagt wurden. Bereits im Napster-Verfahren wurde die Musikindustrie beschuldigt, das Urheberrecht zu missbrauchen, um konkurrierende Angebote im Online-Handel mit Musik im Keim zu ersticken. Die Industrie hat zwei eigene Musikportale, MusicNet und Pressplay, gestartet. Inzwischen haben aber auch unabhängige Handelsgruppen Lizenzverträge mit den Musiklabels abgeschlossen. Ein Lizenzvertrag mit KaZaA würde angesichts der Verbreitung und Popularität der Tauschbörse deren Geschäft deutlich erschweren. (pte.at)
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