Freitag, 31. Jänner 2003

Festplatte mit 650.000 Kundendaten verloren!

  • Heikle Daten von Versicherung und Regionalregierung betroffen
  • IBM-Tochterunternehmen - Diebstahl oder Mißgeschick?

Mißgeschick oder Diebstahl: Ein kanadisches Tochterunternehmen von IBM hat eine Festplatte mit 650.000 Kundendaten einer Versicherung verloren. Wie der Toronto Star berichtet, waren auf der Festplatte unter anderem Kundennamen, Adresse, Kontonummern und der Wert der abgeschlossenen Lebensversicherungen enthalten.

Neben den Daten der Versicherung sollen sich auf der Festplatte auch die Daten einiger anderer Kunden wie der Regierung des Bundesstaates Saskatchewan befunden haben. Der Speicher wird seit dem 16. Januar vermisst. Nun wird befürchtet, dass die Daten von Unbefugten dazu genutzt werden könnten, sich Zugang zu Bankkonten zu verschaffen und im Namen des Besitzers Kredite aufzunehmen.

Größter Identitätsdiebstahl Kanadas
Ob die Festplatte gestohlen oder "bloß" verlegt wurde, steht allerdings noch nicht fest. Die vermisste Festplatte könnte den bisher größten Identitätsdiebstahl Kanadas darstellen. Der betroffene Versicherer, Co-operator General Insurance, hat inzwischen eine Erklärung auf seiner Webseite zu dem Verlust der Festplatte veröffentlicht, um seine Kunden zu beruhigen. Gleichzeitig ruft das Unternehmen seine Versicherungsnehmer zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Polizei untersucht "Diebstahl"
Die Polizei behandelt den Verlust als Diebstahl, zitierte Bloomberg eine Polizeisprecherin. Die kanadische IBM-Division Information Systems hat rund 315 Mitarbeiter und unterstützt mit Softwarelösungen hauptsächlich Firmen in West-Kanada beim Management ihrer Unternehmens- und Kundendaten.

Weitere Informationen:

  • ISM-Website
  • Cooperators-Website

    31.1.2003 12:14