Mittwoch, 29. Jänner 2003

NEWS: Pilotenchef attackiert AUA-Führung

  • Rudolf Novak: "Es geht um eigenen Profit"
  • Streik wird immer wahrscheinlicher

Bei den Austrian Airlines verhärten sich die Fronten zwischen Betriebsrat und Vorstand. Keine der beiden Seiten will von ihren Forderungen abrücken. Ein Streik der Belegschaft wird deshalb immer wahrscheinlicher. Jetzt erhebt der Betriebsratsvorsitzende des Bordpersonals, Rudolf Novak, neuerlich schwere Vorwürfe gegen führende AUA-Manager. Diesen ginge es, so Novak im Interview mit NEWS, bei den geplanten Konzerneinsparungen einzig und allein "um den eigenen Profit".

Demnach könnten "der AUA-Vorstand und 35 führende Mitarbeiter der AUA-Group" aufgrund eines konzerninternen Stock-Options-Programmes "in den nächsten drei Jahren bis zu 30 Millionen Euro cashen", so Novak. Für Novak sei damit die Strategie des Managements klar: "Die treiben kurzfristig den Aktienkurs in die Höhe, und dann, hollodaro, sind sie dahin."

Streik wird wahrscheinlicher
Der AUA-Betriebsratschef forderte erneut eine klare Trennung der Geschäftsfelder innerhalb der AUA-Gruppe. Sollte diese Bedingung vom Vorstand nicht erfüllt werden, "wird gestreikt".

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29.1.2003 12:19