Minus 23 Prozent: Starke Einbrüche bei Skiverkauf
- Ursachen: Später Schnee und schwache Konjunktur
- 15% Umsatzminus bei Skischuhen

Die erste Hälfte der Wintersport-Saison ist für die heimische Skiindustrie wenig erfreulich verlaufen. Der späte Wintereinbruch - eigentlich erst in den vergangenen Tagen - und die schwache Konjunktur haben Skifahrern, Snowboardern und Langläufern die Kauflust auf neues Gerät zunächst einmal verdorben. Jedenfalls bis zur jetzt erhobenen Saison-Halbzeit (per Ende Dezember). Auf den übrigen wichtigen europäischen Märkten wie Deutschland war die Situation ähnlich.
Für ein endgültiges Urteil über die Saison 2002/03 auf den ist es nach Ansicht von Fischer-Geschäftsführer Gregor Dietachmayr noch zu früh. "Jetzt gibt es endlich Schnee, und Ostern ist heuer spät, da kann sich noch einiges ändern", übt er sich im Gespräch mit der APA in Zweckoptimismus.
Laut aktuellen Zahlen von Fessel-Gfk wurden zwischen April und Dezember 2002 - in diesem Zeitraum gehen etwas mehr als die Hälfte der gesamten Skier über den Ladentisch - um 23 Prozent weniger Paar Alpinski im Sportartikelhandel in Österreich verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Konkret waren es rund 250.000 Paar, der niedrigste Wert seit Mitte der 90er Jahre.
Bei Skischuhen wurde ein Minus von 15 Prozent auf 194.000 verzeichnet, bei Bindungen ein Rückgang um 26 Prozent auf 204.000. Wertmäßig war der Rückgang bei den Wintersportartikeln mit minus 16 Prozent bei Alpinski, minus 11 bei Skischuhen und minus 13 Prozent bei Bindungen nicht ganz so groß, was den Verkauf höherpreisiger und höherwerterer Produkte hindeutet.
Auch in den umliegenden europäischen Märkten - wie etwa Deutschland hatte der Schneemangel zu Jahresende die - ohnehin schon gedämpfte - Kauflust weiter gebremst. Die Branche befürchtet laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in Deutschland ein Abrutschen auf weniger als 500.000 Paar - und damit den niedrigsten Stand seit 1994/95.
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