Billigflieger Ryanair übernimmt Konkurrent Buzz
- Iren zahlen Minimalpreis für Verlust bringende KLM-Tochter

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Der irische Billigflieger Ryanair übernimmt den Verluste schreibenden Konkurrenten Buzz. Wie Ryanair am 3. Februar mitteilte, zahlt das Unternehmen für die Airline 23,9 Mio. Euro an den bisherigen Buzz-Eigentümer KLM. Ryanair-Chef Michael O'Leary kündigte an, eine noch nicht genau bestimmte Zahl von nicht lukrativen Verbindungen bei Buzz zu streichen. Ryanair will die Übernahme zum 1. April abschließen.
Für die niederländische KLM hat die Transaktion nach eigenen Angaben einen Wert von annähernd 30 Mio. Euro. Zusätzlich zum Kaufpreis von 23,9 Mio. Euro sollen die Niederländer nämlich Start- und Landerechte sowie andere Vermögenswerte bekommen. KLM erklärte sich zugleich bereit, von Buzz bis März 2004 die verbleibenden Maschinen vom Typ BAe-146 zurückzunehmen, die Ryanair mit Flugzeugen des Modells Boeing 737 ersetzen will.
Im Oktober hatte KLM noch mitgeteilt, Buzz im Wettbewerb stärken und dazu eine zusätzliche kontinentaleuropäische Basis einrichten zu wollen. KLM hatte Buzz 1999 gegründet, um den aufkommenden Billigfliegern wie Ryanair und easyJet Paroli zu bieten. Das Unternehmen fliegt von seinem Heimatflughafen London-Stansted aus derzeit 24 Ziele in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden an.
Ryanair-Chef: "Günstige Gelegenheit"
Wegen der günstigen Gelegenheit sei Ryanair von der bisherigen Linie abgewichen, nicht durch Übernahmen zu wachsen, sagte O'Leary. Der Preis für Buzz sei so gering, dass er nicht habe widerstehen können. Anders als der Hauptkonkurrent easyJet, der auch kräftig durch die Zukäufe der Deutschen BA und der britischen Airline Go wuchs, hatte Ryanair bisher auf organisches Wachstum gesetzt.
Da Buzz noch Bar-Reserven in Höhe von 19 Mio. Euro besitze, liege der Nettopreis lediglich bei rund fünf Mio. Euro, betonte O'Leary. Allerdings bekommt Ryanair dafür ein derzeit bei weitem nicht profitabel arbeitendes Unternehmen. Im Ende März auslaufenden Geschäftsjahr wird Buzz Ryanair zufolge bei einem voraussichtlichen Umsatz von 140 Mio. Euro einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe machen.
Ryanair übernimmt die Buzz-Flugzeuge nicht
O'Leary gab als Ziel vor, bei Buzz die Zahl der Passagiere von derzeit zwei Mio. pro Jahr noch in diesem Jahr zu verdoppeln. Flugzeuge wird Ryanair durch den Kauf nicht übernehmen. Der Vertrag sehe vor, dass die von Buzz benutzten BAE-146 an KLM gehen, hieß es. Ryanair werde diese dann durch Boeing 737 ersetzen.
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