Fiat Österreich plant Verkaufsniederlassung in Wien
- Um weitere Marktanteilsverluste zu vermeiden
- Absatz ging 2002 um 14 Prozent zurück
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Die Fiat Automobil GmbH, die österreichische Importgesellschaft des angeschlagenen italienischen Autokonzerns Fiat, plant im Großraum Wien eine eigene Verkaufsniederlassung zu eröffnen. "Wir können es uns nicht erlauben, in den Ballungsräumen Marktanteile zu verlieren", sagte Fiat-Österreich-Geschäftsführer Stephan Winkelmann. Verhandlungen mit einem Partner würden bereits laufen. Die dafür notwendigen Investitionen bezifferte Winkelmann auf rund 2 Mio. Euro.
"Wir beschäftigen uns gerade damit und sind in Verhandlungen mit Turin", sagte Winkelmann. Überlegungen, neben der bisherigen Vertriebsform über selbstständige Händler eigene Verkaufsniederlassungen zu gründen, gebe es auch europaweit für 50 Ballungsgebiete. Auf Wien, dem einzigen Ballungsraum in Österreich, entfielen 20 Prozent der Neuzulassungen.
Das derzeitige österreichische Händlernetz von 56 A- und rund 100 B-Partnern sei genau so gut oder schlecht wie das der Konkurrenz. "Viele Händler haben gut verdient, wir nicht", so Winkelmann. Eines der Ziele werde es sein, die Partner dazu zu bringen, das Geld im Unternehmen zu lassen und nicht nur für private Zwecke zu entnehmen. Der Umfang des Stützungsgeschäft werde sich dadurch nicht ändern. Bei der Anzahl der Händler soll sich nichts ändern, wohl sei aber ein Austausch möglich, so Winkelmann.
2002: 14% Rückgang
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 gingen die Verkaufszahlen des Autoimporteurs um 14 Prozent zurück. Die Gesamterlöse sanken um 4,4 Prozent auf 285 Mio. Euro. "Durch die Steigerung des Umsatzes pro verkauftem Element um durchschnittlich 8,2 Prozent konnten die Verkaufsrückgänge etwas abgefedert werden", meinte Winkelmann. Insgesamt schreibe Fiat Österreich aber Verluste.
Im Vorjahr ist der Marktanteil von Fiat in Österreich im Pkw/Kombi-Bereich - inklusive der Marken Alfa Romeo und Lancia - bei den Neuzulassungen von 5,9 auf 5,3 Prozent zurück gegangen. Im Transportergeschäft wurde mit 9,3 Prozent nach 9,1 Prozent abermals ein neuer Rekordwert erreicht. Von der Marke Fiat wurden 11.043 Stück verkauft (Marktanteil 4 Prozent), Alfa Romeos wurden 3.102 Mal (1,1 Prozent) und Lancia's 424 (0,2 Prozent) Mal verkauft. Die Zahl der verkauften Transporter belief sich auf 2.487.
"Wir haben die Marktanteilsverluste willentlich in Kauf genommen", betonte Winkelmann. Das "wenig ertragreiche Geschäft" sei reduziert worden. So sei es zu einem Abbau von so genannten Tageszulassungen um 30 Prozent gekommen, das mit geringen oder negativen Margen betriebene Mietwagengeschäft sei ebenfalls um 30 Prozent verringert worden und bei den Vorführwägen sei es zu einer Reduktion um 32 Prozent gekommen. "In Summe haben diese Maßnahmen die Händler und uns entlastet, es hat aber Zulassungen gekostet", so Winkelmann.
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