Die Arbeitslosenquote stieg auf 9 Prozent an!
- Höchster Jänner-Wert seit dem Jahr 1945!
- Regierung: 'Nur' 303.676 Arbeitslose statt 320.000
·Alarm am Bau
Bald droht Rekord- Arbeitslosigkeit
·Arbeitslosigkeit
Vergleich: Jänner-quoten 2002 - 2003
·Rekord-Niveau
4,54 Mio Deutsche im Jänner ohne Job
·Arbeitsmarkt
Österreich: Im März 7,4% Arbeitslose
·Umfrage
Europäer fürchten Arbeitslosigkeit
·Aus Job-Angst
62% würden auf Lohn verzichten!
·Ihre Meinung:
Würden Sie auf Gehalt verzichten?
Die Arbeitslosenrate in Österreich stieg im Jänner auf 9 Prozent an, nach 8,3 Prozent im Dezember 2002 und 8,8 Prozent vor einem Jahr, teilt das Arbeitsmarktservice (AMS) Ende Jänner mit. Nach EU-Kriterien betrug die Arbeitslosenrate im Jänner 4,1 Prozent, nach 4,2 Prozent im Dezember und 4,0 Prozent im Jänner 2002. Mit 303.676 Jobsuchenden im Jänner lag die Arbeitslosigkeit in Österreich zwar unter der befürchteten Schwelle von 310.000 Betroffenen, erreichte aber trotzdem den höchsten Jänner-Wert seit 1945.
Die höchsten Arbeitslosenzahlen wurden seit 1955 in den Jahren 1997, 1998 und 1999 mit jeweils 301.982, 301.480 und 300.612 Jobsuchenden gezählt. Nur im Februar 1954 lag die Arbeitslosigkeit mit 303.978 Betroffenen leicht über dem Jänner 2003.
Zunahme bei Schulungen um 33,6%!
Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Jänner 2003 um 2 Prozent zu. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen saisonalbedingten Anstieg um 7,4 Prozent. Deutlich zugenommen hat im Jänner die Zahl der Schulungsteilnehmer, die nicht auf der offiziellen Arbeitslosenstatistik aufscheinen. So nahmen Ende Jänner 41.923 Personen an Schulungen teil; das waren um 10.553 Personen oder um 33,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Wie bereits in den vorangegangenen Monaten stieg die Zahl der Jobsuchenden im Jänner in allen Altersgruppen mit Ausnahme der 25- bis unter 45-Jährigen an. Dort ging die Zahl der Arbeitssuchenden leicht, und zwar um 0,8 Prozent zurück. Problematisch ist nach wie vor die Gruppe der über 50-Jährigen. Dort stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr mit plus 6,1 Prozent am stärksten an. Bei den unter 25-Jährigen nahm die Zahl der Jobsuchenden um 2.316 oder um 5,2 Prozent zu.
Nach Regionen entfielen 50,2 Prozent der Arbeitslosen auf den Osten Österreichs, 25,3 Prozent auf den Westen und 24,6 Prozent auf den Süden. Abgesehen vom Burgenland und von Kärnten nahm die Arbeitslosigkeit in allen Ländern zu, am stärksten mit plus 17 Prozent in Vorarlberg.
Die Wirtschaftsklasse Baubetriebe weist mit Ende Jänner 85.058 Arbeitslose aus, laut Wirtschaftsministerium um 3,7 Prozent weniger als im Jänner 2002. Bei den Bauberufen sind im Jänner 63.600 arbeitslos gemeldet, um 3,67 Prozent weniger als im Jänner 2002.
Regierung froh: "Nur" 303.676 ohne Job
Bundeskanzler Schüssel berichtete am Dienstag nach dem Ministerrat über die aktuelle Arbeitsmarktsituation im Jänner 2003. "Wir haben in diesem Monat 303.676 Arbeitslose zu verzeichnen. Das ist ein Zuwachs von 2,2% gegenüber dem Vorjahr", so Schüssel und wies darauf hin, dass sich der Arbeitslosenzuwachs weiter verlangsamt habe. Als positiv hob Schüssel die Stagnation im Bereich der Frauenarbeitslosigkeit sowie die einsetzende Wirkung der Lehrlingsoffensive im Bereich der Jugendbeschäftigung hervor. "Durch unser Gegensteuern ist nur ein Zuwachs von 0,3% bei der Jugendarbeitslosigkeit zu verzeichnen. Unsere Maßnahmen beginnen zu greifen", so Schüssel.
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