Römerquelle 2002 dank "emotion" mit Rekordumsatz
- Exportgeschäft auf Deutschland und Ungarn reduziert
- Für 2003 Umsatzplus von 12 Prozent über alle Produkte angepeilt

Der burgenländische Mineralwasserproduzent Römerquelle blickt auf das "beste Jahr in der Firmengeschichte" zurück. Mit einem Umsatzplus von 32,5 Prozent auf 42,9 Mio. Euro und einem um 8,2 Prozent auf 148,9 Mio. Liter gestiegenen Absatz habe sich das abgelaufene Geschäftsjahr 2002 besser als die Mineralwasserbranche insgesamt entwickelt, freut sich Römerquelle-Geschäftsführer Anton Wandl.
Der Marktanteil von Römerquelle mengenmäßig in der Flasche konnte damit von 24,5 auf 26,5 Prozent im Vorjahr ausgebaut werden.
"emotion"
Zurückzuführen sei das erfreuliche Ergebnis auf die Wellness-Linie des Hauses Römerquelle, "emotion": Anstelle der prognostizierten 12 Mio. Liter wurden 30 Mio. Liter im Vorjahr abgesetzt. "Mit emotion haben wir Mineralwassergeschichte geschrieben", so Wandl. Der Marktanteil des Römerquelle-Gesundheitsdrinks im Wellnessbereich ist laut Marktforschungsinstitut AC Nielsen im Vorjahr auf 50 Prozent gestiegen. Ein Fünftel des Römerquelle-Umsatzes werden mittlerweile mit "emotion" gemacht.
Im heurigen "Jahr des Wassers" hat sich Römerquelle ein Wachstum von 12 Prozent über alle Bereiche vorgenommen und peilt einen Umsatz von 48,8 Mio. Euro an. An der Aufteilung der Gebinde - Römerquelle füllt je ein Drittel in Glas, Pet-Mehrweg und Pet-Einweg ab - werde sich nichts ändern, so Wandl, zumal Römerquelle ein Drittel des Umsatzes in der Gastronomie mache. Im Allgemeinen werde Glas jedoch zunehmend von den Pet-Flaschen verdrängt. Einweg oder Mehrweg sei jedoch nicht eine Frage der Industrie, sondern der Politik, betonte Wandl.
Exporte auf Kernmärkte zurück geschraubt
Im Exportgeschäft hat Römerquelle seine Strategie geändert: die Lieferungen in "kleine Länder" wurden eingestellt und nur noch Deutschland und Ungarn als Märkte bedient. Vor allem der ungarische Markt mache eine "Riesenfreude", so Wandl. Dort konnte eine komplette Durchlistung im Handel erreicht werden. Der Vertrieb werde über die Römerquelle-Tochter Hungaria Kft, die vor zwei Jahren in Budapest gegründet wurde und acht Mitarbeiter beschäftigt, abgewickelt.
Nachdem bisher in der Gastronomie ein Schwerpunkt gesetzt wurde und bereits in 400 Gastronomiebetrieben zwischen Budapest und Györ Römerquelle angeboten werde, soll heuer mit einem Werbebudget von 350.000 Euro der ungarische Konsument stärker angesprochen werden, gibt Wandl den Weg vor.
Durstige Ungarn
Während im Vorjahr der Umsatz in Ungarn um 10 Prozent auf 344.000 Euro zugelegt hat, sollen heuer Umsatz und Absatz verdoppelt werden. Wachstumspotenzial sieht der Römerquelle-Chef vor allem bei der "emotion"-Linie. 2002 wurden in Ungarn 1,8 Mio. Liter abgesetzt - und damit fast die Hälfte der Römerquelle-Exporte.
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