Samstag, 1. Februar 2003

Werbewert des ÖFB-Teams betrug 2002 22,6 Mio Euro

  • TV-Quote: Nur WM-Finale beliebter als unsere Kicker
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Für die Truppe von Hans Krankl wird es im Neuen Jahr erst Anfang März mit dem Trainingslager in Florenz wieder ernst. Doch die Austrian Football Marketing GmbH (AMF), die Tochter des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB), hielt schon jetzt ihr Saison-Opening ab. Dazu hatte man Vertreter der 14 Sponsoren in den VIP-Club des Wiener Happel-Stadions geladen. Das Club-Gourmet-Menu 2003 von Caterer Do & Co mundete besonders, als ihnen Alfred Ludwig zwischen den einzelnen Gängen den Werbewert des ÖFB-Team aus dem Vorjahr servierte. "Er betrug insgesamt 22,6 Mio. Euro", verkündete "Chefober" Ludwig stolz.

United Synergies errechnete auf nationaler Ebene einen Wert von 16,2 und auf dem internationalen Sektor einen von 6,4 Mio. Euro. 2001 war der nationale Werbewert zwar bei 21,7 Mio. Euro gelegen, aber diese Zahl ist nicht mit 2002 vergleichbar, weil es vor zwei Jahren durch die beiden Playoff-Spiele in der WM-Qualifikation gegen die Türkei zwei Partien mehr gegeben hat. "Ohne diese zusätzlichen Länderspiele wäre der Werbewert bei 16,5 Mio. Euro, also in etwa wie 2002, gelegen", sagte ÖFB-Generalsekretär Ludwig als AFM-Geschäftsführer. Am meisten profitierte 2002 Hyundai mit einem Werbewert von 3,12 Mio. Euro, vor Burgenland Tourismus (2,55) und Puma (2,44).

Das ÖFB-Nationalteam war 2002 im ORF-Fernsehen während 27 Stunden präsent, internationale Übertragungen und Berichte waren in über 20 TV-Kanälen weltweit in rund 40 Ländern zu sehen. Addiert wurden damit 96 Mio. Kontaktchancen erzielt. Die durchschnittliche Einschaltquote auf Basis der Spitzenwerte lag 2002 bei über 870.000 Sehern.

Im ORF überflügelte 2002 nur das WM-Finale Brasilien - Deutschland (1,329.000 Einschaltqoute/Marktanteil 75%) das ÖFB-Team. Dieses nimmt in der Hitliste des Vorjahres mit den Länderspielen gegen die Niederlande (1,109.000/40) Kamerun, Slowakei und Norwegen die Ränge zwei bis fünf ein. Erst dahinter folgten Champions League, UEFA-Cup und Bundesliga.

"Die Zahlen unterstreichen eindrucksvoll, dass unser Nationalteam unter den Zusehern nach wie vor sehr beliebt ist", sagte Ludwig. Sein Chef Friedrich Stickler fügte hinzu, die Partnerschaft der Firmen mit dem ÖFB stelle alle zufrieden. "Und mit der Vergabe der EM-Endrunde 2008 erhoffen wir auch für die Zukunft zusätzlichen Rückenwind", sagte der ÖFB-Präsident. Positives wurde auch vom Zuschauer-Sektor berichtet. Zu den fünf Heimspielen 2002 waren 122.740 Besucher gekommen. Der Schnitt von 24.548 Fans lag damit knapp über jenem seit 1990 (24.489). Die 59 Länderspiele in diesem Zeitraum sahen insgesamt 1,362.390 in den Stadien live als Zuschauer.

1.2.2003 11:09