Dienstag, 28. Jänner 2003

Neuer Prozess um Sennas Tod in Italien

  • Kassationsgericht annulliert Freispruch hoher Williams-Chefs
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Der Prozess um den Tod des dreifachen Formel 1-Weltmeisters Ayrton Senna, der am 1. Mai 1994 beim GP von San Marino in Imola in der Tamburello-Kurve tödlich verunglückt war, muss aufs Neue beginnen. Das römische Kassationsgericht, die letzte Instanz im italienischen Strafsystem, erklärte das Urteil des Berufungsgerichts von Bologna für ungültig, berichteten italienische Medien. Das Berufungsgericht hatte Technikchef Patrick Head und Konstrukteur Adrian Newey vom Williams-Renault-Team auch in zweiter Instanz von einer Schuld an Sennas Tod freigesprochen.

Head und Newey waren am 22. November 1999 freigesprochen worden. Die Richter hatten in ihrem Urteil unterstrichen, dass der Fehler an der Lenksäule, der als Ursache des tödlichen Unfalls vermutet worden war, nicht bewiesen werden könne. Gegen dieses Urteil hatte der Oberstaatsanwalt von Bologna, Rinaldo Rosini, Einspruch eingereicht, der vom Kassationsgericht angenommen wurde. Der Prozess soll nun noch vor Jahresende vor einem anderen Gericht beginnen. Ein Datum für den Beginn des neuen Verfahrens wurde noch nicht festgelegt.

28.1.2003 09:58
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts