Mögliches Aus für A1-Ring sieht man in Graz gelassen
- Hirschmann will zu Gesprächen nach London
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·Österreich-GP
Laut Ecclestone droht das Aus
Relativ gelassen wurde am Montag nach der Sitzung der Landesregierung die Ankündigung von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone, im nächsten Jahr keinen GP von Österreich mehr fahren zu wollen, hingenommen. Tenor der Regierungsmitglieder, allen voran Sportlandesrat Gerhard Hirschmann: Würde keine Formel 1 gefahren, würde die Situation "ein bisserl schwieriger", die große Hoffnung liegt aber auf dem von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz vorgelegten Konzept A1-Ring neu. Außerdem, so Hirschmann, sei es keineswegs fix, dass 2004 nicht mehr gefahren werde.
Weder ihm noch Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer sei bekannt, dass Ecclestone Spielberg 2004 vom Rennkalender gestrichen habe, sagte Hirschmann. Er werde, wenn er Zeit habe, "in den nächsten Wochen eine Reise nach London machen".
Im TV-Interview vertrat Ecclestone allerdings sehr überzeugend den Standpunkt, dass es definitiv aus sei mit dem A1-Rennen. Jetzt blickt alles auf den "Retter" Dietrich Mateschitz von Red Bull. Von ihm soll eine Lösung kommen.
Neues Konzept erarbeitet
Natürlich müsse man die gegenüber Medien gemachte Äußerung ernst nehmen, denn es sei klar, dass der EU-Beschluss des Tabakwerbeverbots "das Abwandern des Formel-1-Zirkus aus Europa beschleunigen wird", so der Sportlandesrat. Genau aus diesem Grund arbeite man auch seit Jahren an einem Konzept, dass die Steiermark unabhängig machen soll und das mit Mateschitz nun in Richtung Realisierung gehe. Am kommenden Montag soll bezüglich der zu schließenden Verträge ein Beschluss in der Landesregierung fallen.
Alternativen fördern
Für die FPÖ reklamierte LHStv. Leopold Schöggl, dass er immer Alternativen für die Region gefördert habe, etwa in Gestalt des Luftfahrt-Clusters. Sollte hier ein großer Wurf gelingen, bringe dies "mehr Wertschöpfung als ein Event im Jahr". Auch die SPÖ, die im Landtagswahlkampf 1995 massiv gegen den Ring-Umbau opponierte und danach gegen einen Vertrag mit Ecclestone aufgetreten war, sieht die Lage heute anders: Landesvorsitzender Franz Voves beurteilt das Konzept von Marteschitz "vielversprechend" und "per Saldo positiv" und hält nichts davon, sich "parteipolitisch festzulaufen".
