Eberharter ist Super-G-Weltmeister, Silber für Maier!!!
- Nach Traumstart: ÖSV-Team jagt den Medaillenrekord von 1962
- PLUS: Gratulieren Sie unseren beiden Medaillengewinnern!
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So fuhr Steff zum Super-G-Sieg!
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Gratulieren Sie Meissi & Gold-Michi!
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Reaktionen zum Super G der Herren
·Geschafft
Maier & Strobl in Abfahrt dabei
·Herren Super G
Ergebnis: Eber- harter holt Gold
·Rekord-WM
15 ÖSV-Medaillen in Chamonix 1962
·Ihr Gold-Tipp
Wie viele Medaillen holt Österreich?
Traumstart für Österreich bei der WM: Nach Gold & Silber für Stephan Eberharter & Hermann Maier (zeitgleich mit Bode Miller) können unsere Ski-Asse locker auf Rekordjagd gehen. Das große Ziel die Bestmarke von Chamonix 1962 zu brechen: Damals holten wir 15 Medaillen (siehe Kasten rechts). Eberharter & Maier feierten gestern Abend ihre Medaillen mit gesanglicher Unterstützung von Überraschungsgast Udo Jürgens.
Mit einem Traumstart für Österreich und einem historischen Erfolg für Stephan Eberharter haben am Sonntag die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz begonnen. Eberharter gewann mit dem Respektabstand von 0,77 Sekunden auf die zeitgleichen Hermann Maier und Bode Miller (USA) Gold, damit wiederholte der Weltmeister von Saalbach 1991 als erster Skisportler überhaupt nach zwölf Jahren seinen Titelgewinn im Super G. Maier und Miller teilten sich Silber, ÖSV-Herrenchef Toni Giger jubelte also über zwei Medaillen: "Ein Super-Auftakt!"
Eberharter spielte seine Klasse im Finish aus
Der mit Hochspannung erwartete Showdown zwischen Eberharter und Maier wurde vor 10.000 Zuschauern den Erwartungen gerecht. Auf dem wie vor zwei Jahren in Saalbach vom Norweger Arnesen extrem drehend gesteckten Kurs gab es ein dramatisches Rennen, bei dem Maier im Finish Gold verspielte, Eberharter hingegen seine ganze Klasse und Routine ausspielte und das Feld von hinten aufrollte. Christoph Gruber wurde nach schweren Fehlern nur 14., WM-Debütant Hannes Reichelt schied aus. Die Schweizer gingen wie die Norweger leer aus.
Historischer Sieg
Die Geschichte des Rennens schrieben Eberharter, Maier und Miller. Miller erzielte zunächst mit Startnummer 23 Bestzeit, drei Nummern später kam Maier und zertrümmerte alle oberen Zwischenbestzeiten, ließ aber im Mittelteil durch zu runde Fahreweise viel Zeit liegen und konnte gerade noch Millers Zeit egalisieren. Einer Zeit, an der danach die Mitfavoriten Defago, Aamodt und Cuche zerbrachen, aber dann kam Stephan Eberharter, hielt dem Riesendruck stand und schrieb sich in die Ski-Geschichtsbücher.
Traumhafter Sieg im Karriere-Herbst
Mit Startnummer 30 lag der Tiroler bei der ersten Zwischenzeit zwar noch 28/100 Sekunden hinter Maier, fuhr dann aber Mittel- und Schlussteil perfekt und siegte am Ende klar. "Nach zwölf Jahren wieder Weltmeister zu werden, das macht mich zurecht stolz. Dass ich fast am Schluss meiner Karriere noch einmal zuschlagen konnte, ist ein Traum", freute sich Eberharter, der wahrlich alle Höhen und Tiefen des Skisports miterlebt hat.
Maier trotz Silber enttäuscht
Maier hingegen konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. Obwohl er erst vor nicht einmal drei Wochen in den Weltcup zurückgekehrt war und beim WM-Comeback sofort Silber holte, war der Ski-Superstar aus Salzburg fast schon sauer. "Natürlich bin ich enttäuscht, weil ich heute Gold leichtfertig vergeben habe", sagte Maier und spielte auf seine viel zu runde Fahrweise im Mittelteil an. Dort hatte er die nur 24. Zeit erzielt, im Schlussabschnitt war der "Herminator" überhaupt nur noch 26. gewesen
Ehrgeizig wie eh und je
"Man hat mir gesagt, dass ich rund fahren soll. Oben war es perfekt, aber dann bin ich derart in der Gegend herum gefahren, war bei einem Tor total daneben. Da wäre heute mehr drin gewesen", ärgerte sich der Flachauer, dessen Ehrgeiz bereits wieder an alte Zeiten erinnerte. Ihm sei im Ziel klar gewesen, "dass diese Zeit nicht reicht. Wegen meines Riesenfehlers war klar, dass einer nur normal runter zu fahren braucht, um vorne zu sein."
Steff traf die richtige Mischung
Maiers Enttäuschung konnte Eberharters Freude nicht trüben. "Ich war total locker, habe mich gefühlt wie vor dem Olympia-Riesentorlauf in Salt Lake, alles hat perfekt funktioniert." Für den Sieg sei die richtige Mischung zwischen rund und direkt Fahren nötig gewesen. "Es hat sicher geholfen, dass ich im Vorjahr hier war", gestand Eberharter. "Mir ist im Ziel jedenfalls ein Riesenstein vom Herzen gefallen."
"Hermann muss nicht traurig sein"
Zu Maier sagte Eberharter: "Hermann muss nicht traurig sein. Sein Comeback ist mehr als jemand erwarten durfte." Maier meint: "Sicher ist der Steff sehr gut gefahren. Ich habe aber gewusst, dass ihm das hier sehr entgegen kommt. Ich bin hier ja noch nie gefahren, deshalb habe ich mir unten sehr schwer getan."
