Montag, 27. Jänner 2003

Brutale WM-Auswahl bei den ÖSV-Herren

  • Pum: 'Wird Härtefälle geben'/Di.(17h) live Schladming-Slalom
  • Gratulieren Sie dem Herminator zu seinem Sensationserfolg!

Hermann Maier hat am Montag im Poker um die ÖSV-Plätze bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften das zweite Ass gezogen. Mit seinem Comeback-Sieg in Kitzbühel hat der Salzburger seinen WM-Platz im Super-G-Team ebenso fix wie Lake Louise-Sieger Stephan Eberharter. Im Super-G, am Sonntag (12.30 Uhr) erstes WM-Rennen, zeichnet sich für St. Moritz jenes Quartett ab, das auch in Kitzbühel die Plätze eins bis vier belegt hat: Maier, Christoph Gruber, Stephan Eberharter und Andreas Schifferer. Die letzte WM-Chance gibt's heute im Schladminger Nachtslalom (ab 18 Uhr live auf NEWS Networld).

Hans Knauß und Hannes Reichelt waren Montag trotz starker Leistung (Plätze fünf und acht) bei den internationalen österreichischen Super-G-Meisterschaften bereits Verlierer. "Normal müsste man als Fünfter zufrieden sein, heute zipft's mich aber schon ordentlich an", gestand der Schladminger Knauß. Und Youngster Reichelt sah die Lage ähnlich: "Wenn sechs Österreicher vor dir sind, kannst du nicht zufrieden sein."

Super G mit Schifferer?
Schifferer könnte also auf Grund seiner Konstanz und der aufsteigenden Form gegenüber den Podestfahrern Josef Strobl (Zweiter in Lake Louise), Hannes Trinkl (Dritter in Beaver Creek) und Reichelt (Zweiter in Gröden) sowie Knauß den Vorzug erhalten.

Kopf aus der Schlinge gezogen
Für Gruber war der zweite Platz in Kitzbühel eine echte Befreiung. "Ich habe in der letzten Sekunde den Kopf aus der Schlinge gezogen. Bereits in den letzten Rennen hatte ich gezeigt, dass es klar bergauf geht. Ich gehe davon aus, dass ich fahre, schließlich zählt ja die Form vor der WM", ist der Tiroler überzeugt, am Sonntag am Start zu sein.

Für Steff sind Spekulationen vom Tisch
Glücklich mit seiner Kitz-Vorstellung zeigte sich auch Schifferer: "Ich habe stark aufgezeigt, am WM-Team angeklopft. Die Aufstellung wird aber sowieso, egal wie sie ausfällt, ein Sch....". Überraschend hatte sich auch Eberharter, Sieger in Lake Louise, vor Kitzbühel noch Gedanken über seine Super-G-Aufstellung gemacht. "Aber alle Spekulationen sind somit vom Tisch", erklärte der Zillertaler.

Es wird Härtefälle geben
Nun liegt der Ball bei den ÖSV-Verantwortlichen. "Es können so viele Österreicher eine Medaille machen, die Aufstellung wird uns sicher nicht leicht fallen", meinte ÖSV-Alpindirektor Hans Pum, der sich noch nicht in die Karten blicken lässt, aber eines bereits weiß: "Es wird sicher einige Härtefälle geben, für die die Entscheidung brutal wird."

27.1.2003 15:47