Michaela Dorfmeister bei WM-Eröffnung Fahnenträgerin
- Wilhelm und Reichelt im WM-Team für St.Moritz 2003
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Platzierungen der Herren im Weltcup
Michaela Dorfmeister wird am Samstag bei der Eröffnung der 37. alpinen Skiweltmeisterschaften in St. Moritz als Österreichs Fahnenträgerin fungieren. Die regierende Weltcup-Gesamtsiegerin aus Niederösterreich ist damit "Nachfolgerin" von Stephan Eberharter (1996), Patrick Ortlieb (1997) und Hermann Maier (1999, 2001), denen bei den Weltmeisterschaften zuvor diese Ehre zuteil geworden war.
Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat 27 Aktive - 16 Herren und elf Damen - für die 37. alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz (1.-16.2.) nominiert. Mit dabei sind auch die beiden Weltcup-Neulinge Hannes Reichelt, heuer Zweiter im Super G in Gröden, und Kathrin Wilhelm, Zehnte in der ersten Abfahrt in Lake Louise.
Mit Hermann Maier und WM-Debütant Hannes Reichelt aber ohne den zweimaligen Podest-Fahrer Josef Strobl (siehe Kasten rechts) und die WM-Dritte von St. Anton, Selina Heregger, hat der Österreichische Skiverband ÖSV am Mittwoch das 27-köpfige Aufgebot (16 Herren, 11 Damen) für die 37. alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz nominiert.
Damit blieben entsprechend den jüngsten Entwicklungen große Überraschungen aus. Denn obwohl Strobl in diesem Winter in Lake Louise (2. Super G) und Gröden (3. Abfahrt) zwei Mal im Weltcup auf das Podest gefahren war, stagnierte zuletzt die Formkurve des Tirolers, der sich vor einem Jahr in Kitzbühel schwer verletzt hatte. Die übrigen prominenten "Sitzenbleiber" sind wie erwartet Werner Franz, Peter Rzehak und Kilian Albrecht.
Reichelt startet im Super-G
Die Nominierung von Hannes Reichelt bedeutet wohl, dass das Team für den Super G, mit dem am Sonntag die WM sportlich gestartet wird, mit Stephan Eberharter, Hermann Maier, Christoph Gruber und Reichelt stehen sollte. Zuletzt hatte sich auch Andreas Schifferer Hoffnungen auf einen Start gemacht. Das Team wird Freitagabend nominiert.
Bei den Damen war nach dem positiven Untersuchungsergebnis der Slalom-Spezialistin Sabine Egger klar, dass nur eine zusätzliche Abfahrerin mit in die Schweiz kommt. Damenchef Herbert Mandl gab auf Grund der besseren Ergebnisse der jüngeren Kathrin Wilhelm gegenüber Heregger den Vorzug. Eggers Rückenprobleme (Bandscheiben-Vorfall) hatten sich zuletzt durch einen Sturz zwar verschlechtert, ein WM-Start scheint aber möglich.
Die Kärntnerin wird in den kommenden Tagen intensiv therapiert, Mandl hält das Risiko für "erträglich". Mit Elisabeth Görgl, Nicole Hosp, Marlies Schild, Wilhelm und Eveline Rohregger sind gleich fünf der elf und damit fast die Hälfte der nominierten Damen WM-Debütantinnen. Ob Rohregger aber im WM-Riesentorlauf tatsächlich der Vorzug gegenüber Brigitte Obermoser gegeben wird, steht noch nicht fest.
Pums Erklärung
Alpinchef Hans Pum, der nach Rücksprache mit den Rennsportleitern Toni Giger (Herren) und Mandl die Mannschaft dem ÖSV-Präsidium vorgeschlagen hatte, sagte: "Für die Entscheidung in Betracht kamen an sich drei Dinge. Die Ergebnisse, die Formkurve und die Frage, wie wir welche Disziplin am stärksten besetzen." Josef Strobl habe zwar eine sehr gute Saison gehabt, sei aber nach dem Sturzpech in Wengen nicht mehr ganz vorne dabei gewesen.
Was passiert in der Abfahrt?
Auch die neue Startregel in den Speed-Disziplinen gibt den ÖSV-Trainern schwer zu denken. Titelverteidiger Trinkl, Eberharter und Michael Walchhofer gelten in der WM-Abfahrt als fix, Hermann Maier, Olympiasieger Fritz Strobl, Klaus Kröll und Schifferer müssten demnach um zwei Plätze fahren. Drei Abfahrts-Trainings stehen auf dem Programm. Nicht auszudenken, wenn im zweiten die interne Quali gefahren wird, das letzte Training aber wegen Schlechtwetters ausfällt. Dann drohen den ÖSV-Assen hohe und damit voraussichtlich schlechte Startnummern.
Und in St. Moritz ist immer mit schlechtem Wetter zu rechnen. Am Dienstag etwa war es so stürmisch, dass die Bergbahnen eingestellt werden mussten. Deshalb wurde auch das geplante ÖSV-Training im WM-Ort abgeblasen und ein Ersatzort südlich der Alpen gesucht. Die ÖSV-Mannschaften für die Super G reisen Freitag ins Team-Hotel nach St. Moritz an, Hermann Maier möglicher Weise mit dem Helikopter. Pum: "Wie er kommt, ist mir egal. Hauptsache er ist pünktlich da."
Das 27-köpfige ÖSV-Team für die WM
Herren (16): Stephan Eberharter, Christoph Gruber, Klaus Kröll, Hans Knauß, Mario Matt, Hermann Maier, Christian Mayer, Manfred Pranger, Benjamin Raich, Hannes Reichelt, Heinz Schilchegger, Andreas Schifferer, Rainer Schönfelder, Fritz Strobl, Hannes Trinkl, Michael Walchhofer
Damen (11): Michaela Dorfmeister, Sabine Egger, Elisabeth Görgl, Renate Götschl, Nicole Hosp, Alexandra Meissnitzer, Brigitte Obermoser, Eveline Rohregger, Christine Sponring, Marlies Schild, Kathrin Wilhelm
