Bei Lawinenunglück in Kanada sieben Schüler getötet
- Zehn Menschen lebend aus Schneemassen geborgen

Schweres Lawinen-Unglück in Kanada: Eine Schülergruppe mit Lehrer wurde im Glacier National Park in British Columbia von einem hunderte Meter breiten Schneesturz überrascht. Sieben Kinder wurden in den Tod gerissen. Zehn Menschen konnten - teilweise leicht verletzt - leben gerettet werden.
Die Opfer - sechs Burschen und ein Mädchen - kamen aus der zehnten Klasse einer Schule in der Nähe von Calgary. "Wir sind tief erschüttert", sagte der Schuldirektor, Tony Macoun. "Unsere Gefühle sind bei allen Betroffenen."
17 Personen gehörten zu der Gruppe, die ihren alljährlichen Langlauf-Ausflug machte. Die zehn Überlebenden wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht, wie die Rettungskräfte mitteilten. Eine Person musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, weitere erlitten leichte Verletzungen. Einige der Opfer lagen unter bis zu drei Meter hohen Schneebergen. Sieben Hubschrauber waren bei der Rettung im Einsatz.
Die Lawine ging am Samstagvormittag ab. Sie erstreckte sich über 1,6 Kilometer und zerstörte zehn Hektar Wald, sagte ein Sprecher des Nationalparks. Zwei Bergführer passierten die Schülergruppe kurz vor dem Unglück und warnten vor dem drohenden Abgang, berichtete ein Parkwächter.
Erst am 20. Jänner hatte eine Lawine in derselben Region vier Kanadier und drei Amerikaner getötet, darunter den bekannten Snowboarder Craig Kelly. Sie waren in einer Gruppe von 21 Skiläufern in der entlegenen Region unterwegs. Am Freitag wurde für sie ein Gedenkgottesdienst abgehalten.
In dem Park gibt es im Winter Tausende von Lawinenabgängen. Nach Angaben eines Park-Sprechers waren in der Unglücksgegend in den vergangenen Tagen 200 Ski-Wanderer unterwegs. Die Route war nicht abgesperrt, obwohl das Lawinenrisiko als erheblich eingeschätzt wurde.
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