US-Befehlshaber will Truppen in Südkorea verstärken
- 2000 Soldaten und 24 Langstrecken-Bomber angefordert
- "Verdächtige Aktivitäten" bei Reaktor in Nordkorea
·IAEO-Chef
Nordkorea-Krise vor Sicherheitsrat
Angesichts des Atomstreits mit Nordkorea hat der Befehlshaber der US-Truppen im Pazifik-Raum Fernsehberichten zufolge die Entsendung von 2.000 zusätzlichen US-Soldaten nach Südkorea angefordert. Wie der Fernsehsender CBS am Freitag berichtete, forderte der Befehlshaber zudem, rund zwei Dutzend Langstrecken-Bomber der Typen B-52 und B-1 auf die US-Pazifikinsel Guam zu verlegen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe das Gesuch noch nicht gebilligt.
Das Verteidigungsministerium war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die USA haben in Südkorea rund 37.000 Soldaten stationiert.
Abenteuer Nordkoreas
"Der Admiral (Fargo) will sicherstellen, dass Norkorea kein Abenteuer unternimmt, um sich einen Vorteil davon zu verschaffen, was es für die Hauptbeschäftigung der USA mit Irak halten könnte", hieß es aus Verteidigungskreisen in Washington. Bei der Zahl der angeforderten Soldaten könne es sich um mehrere tausend Mann handeln. Die USA haben derzeit rund 37.000 Soldaten in Südkorea stationiert. Die Anfrage sei bereits vor einigen Wochen eingegangen. US-Präsident George W. Bush wolle den Atomstreit mit Nordkorea jedoch friedlich beilegen und vorsichtig vorgehen.
Aus Kreisen der US-Regierung war am Freitag verlautet, auf Bildern von US-Spionagesatelliten seien Lastwagen zu sehen, die möglicherweise Brennstäbe aus Lagern in die Nähe der nordkoreanischen Wiederaufbereitungsanlage Yongbyon transportierten. Nach Ansicht von Geheimdienstexperten könnten die Bewegung der Brennstäbe sowie weitere beobachtete Aktivitäten darauf hinweisen, dass Nordkorea die Herstellung einer Atombombe plane.
Führung in Pjöngjang schwört Volk auf Krieg ein
Zehntausende Nordkoreaner haben in Pjöngjang trotz eisiger Temperaturen gegen die USA demonstriert. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am heutigen Samstag. Anschließend seien die Menschen in anti-amerikanischen Ausstellungen auf eine "heilige Schlacht" eingestimmt worden. Dabei wurden sie von Parteivertretern über angeblich geplante US-Militärangriffe informiert. Zudem seien Gemälde von "hohem ideologischem und künstlerischem Wert" in den Straßen aufgehängt worden, berichtete KCNA weiter.
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