Mindestens 3 Tote bei Explosion in US-Pharma-Fabrik
- Gewaltige Detonation schleuderte Dach mehr als 100 Meter weit!
- Großfeuer greift auf Bäume über
Bei einer schweren Explosion in einer pharmazeutischen Fabrik im US-Bundesstaat North-Carolina sind am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mindestens drei Menschen getötet worden. Mehr als zwei Dutzend wurden verletzt, zwölf von ihnen befanden sich in einem kritischen Zustand, berichtete CNN. In den rauchenden Trümmern waren auch Stunden nach dem Unglück noch Menschen eingeschlossen.
Erste Berichte von acht Toten konnten bisher nicht bestätigt werden. Zum Zeitpunkt der Explosion sollen sich CNN zufolge mehr als 100 Beschäftigte am Arbeitsplatz aufgehalten haben. Die Ursache der Explosion ist noch unbekannt.
Scheiben eingedrückt, Dach flog 100 Meter weit
Die Explosion war so gewaltig, dass ein Dach über 100 Meter weit geschleudert wurde. Einige der Beschäftigten glaubten zunächst an einen Terrorakt. Dafür gebe es jedoch keine Bestätigung, hieß es. Ein Feuerwehrsprecher ging davon aus, dass seine Leute noch Stunden gegen die Flammen kämpfen müssten. "Sie tun ihr Bestes, um sie unter Kontrolle zu bekommen", sagte er laut CNN.
Nach der Explosion brach ein Großfeuer aus, das auf Bäume in der Nähe übergriff. Die Fabrik des Unternehmens West Pharmaceutical in der Nähe der Stadt Kinston wurde völlig zerstört. "Es war eine gewaltige Explosion", sagte Stadtmanager Ralph Clark. Gerüchte, dass ein Flugzeug auf die Fabrik gestürzt sei, erwiesen sich nach seinen Angaben als gegenstandslos.
Fabrik stellte medizinisches Gerät her
In dem Werk, das Spritzen und andere medizinische Geräte aus Kunststoff herstellt, sind 225 Menschen beschäftigt. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich dort mutmaßlich rund 100 Arbeitskräfte auf.
Stunden nach der schweren Explosion die Feuerwehrleute immer noch gegen die Flammen, nachdem im Fabrikgebäude sowie in einem benachbarten Wald ein Großfeuer ausgebrochen war. Über dem Gelände hing eine dichte schwarze Rauchwolke, zahlreiche Rettungswagen waren vor Ort. Zunächst war unklar, wie es zu der Explosion gekommen war. In den rauchenden Trümmern wurde nach bis zu zehn Vermissten gesucht.
Die Bewohner im Umkreis des Geländes wurden aufgefordert, sich vor dem möglicherweise giftigen Rauch in Sicherheit zu bringen. Bei Inspektionen in der Fabrik hatten die Behörden im Oktober mehrere Sicherheitslücken bemängelt.
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