Ukraine-Präsident Kutschma führt ab nun GUS
- Empfehlung zu Wechsel kam von Vladimir Putin

Erstmals seit ihrer Gründung im Jahre 1991 wird die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) nicht mehr vom Präsidenten Russlands geleitet. Bei einem informellen Gipfeltreffen in Kiew wählten die anwesenden Staats- und Regierungschefs der ehemaligen Sowjetrepubliken den ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma zum neuen Vorsitzenden des GUS-Staatsrats.
Die einstimmige Wahl erfolgte auf Empfehlung des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Angst vor russischer Dominanz zerstreut
Beobachtern zufolge wollte Putin mit diesem Schritt Befürchtungen einer anhaltenden russischen Dominanz der GUS zerstreuen. Der russische Präsident rief dazu auf, das bisher sehr lockere Bündnis zu stärken. Kutschma hatte beim vorigen GUS-Gipfel bereits Pläne für eine Freihandelszone zwischen den Mitgliedstaaten vorgelegt. Er wolle sich nun um eine Umsetzung bemühen, versprach er. Dies sei auch im Sinne Putins.
An dem Treffen in Kiew nahmen die Staats- und Regierungschefs von acht der zwölf GUS-Staaten teil. Kasachstan, Kirgisien, Turkmenistan und Usbekistan schicken lediglich Gesandte.
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