Münster: 3 Frauen vor Fitness-Studio erschossen
- Keine heiße Spur - Zeugen hörten nur die Schüsse

Auch einen Tag nach dem mysteriösen Mord an drei Putzfrauen in der westfälischen Kleinstadt Telgte tappen die Ermittlern noch völlig im Dunkeln. "Es gibt noch immer keine heiße Spur in Richtung Täter oder Tatmotiv", sagte Polizeisprecher Jan Schabacker am Donnerstag in Münster. Zwar hätten sich einige Zeugen gemeldet, doch hätten sie nur Knallgeräusche zur Tatzeit wahrgenommen.
Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft führt die am Mittwoch eingesetzte 20-köpfige Mordkommission nun die kriminalistische Feinarbeit durch. "Zeugenvernehmung, Untersuchungen des familiären Umfelds der Opfer, das ist jetzt polizeiliche Routine", sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer. Die von den Ermittlern sicher gestellten Patronen und Hülsen werden im Landeskriminalamt in Düsseldorf untersucht, um die Frage zu klären, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Ein Ergebnis wird für den morgigen Freitag erwartet.
In der Nacht auf Mittwoch waren die drei 30, 34 und 39 Jahre alten Frauen brutal niedergeschossen worden, nachdem sie gerade ihre Arbeit als Reinigungskräfte in dem Telgter Fitness-Club "fit & fun" beendet hatten. Der Täter tötete die Frauen mit gezielten Schüssen in den Kopf. Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer hatte die Tat deshalb mit einer "Hinrichtung" verglichen.
Die Polizei bat die Bevölkerung um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder der Frauen. "Wir sind auf jeden Hinweis angewiesen", sagte der Leiter der Mordkommission, Werner Brökers. Zu diesem Zweck hat die Polizei Münster auch eine Info-Hotline (0251-275-1270) eingerichtet.
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