10 Kinder in Kenia nach Folter aus Koranschule befreit
- An Ketten ans Dach gehängt
Nach monatelanger Folter sind zehn Buben von der Polizei aus einem islamischen "Erziehungszentrum" in Kenias Hauptstadt Nairobi befreit worden. So genannte Erzieher des "Khajida Islamischen Instituts für Disziplin und Erziehung" hielten die Teenager aus Kenia, Großbritannien, Schweden und Äthiopien unter den erbärmlichsten Bedingungen, um gute Koranschüler aus ihnen zu machen.
Nach dem Hinweis eines der Schüler verschafften sich Sicherheitskräfte bereits am Montag mit Waffengewalt Zugang zu der Einrichtung im hauptsächlich von Somalis bevölkerten Stadtteil Eastleigh verschafft.
"Wir fanden die Kinder angekettet", sagte Polizeichef Stephen Kimenchu. "Es ist unvorstellbar, dass so etwas in diesem Land passieren konnte."
Die afrikanisch-stämmigen Kinder seien in kleinen Zellen ohne Belüftung gefangen gehalten worden. Ihre Eltern hätten dem Leiter der Schule 1.500 US-Dollar für zwei Jahre gezahlt - "in dem Glauben, ihre Söhne lernten dort den Koran."
Grausamer Platz
"Es war ein grausamer Platz", berichtete der Schüler Abdikalik Jama aus der kenianischen Stadt Eldoret nach seiner Befreiung. "Wir schliefen in Ketten, aßen in Ketten, gingen in Ketten zur Toilette. Manchmal wurden wir an Ketten ans Dach gehängt." Den Leitern der Einrichtung drohen nun Anklagen wegen Kindesmisshandlung.
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