Offenbar Bombenanschlag in Kabul verhindert
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In Afghanistan ist offenbar ein Bombenanschlag auf Einrichtungen der USA oder ihrer Verbündeten verhindert worden. Spezialeinheiten der US-Armee und afghanische Geheimdienstmitarbeiter nahmen am Donnerstag in der Hauptstadt Kabul drei Männer fest, wie ein Sprecher der amerikanischen Streitkräfte auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram mitteilte. Die Männer hätten Sprengstoff bei sich gehabt. Die Verdächtigen hätten versucht, eine Einrichtung in Kabul in die Luft zu sprengen, sagte Militärsprecher Roger King.
Ziel des geplanten Anschlags war nach seinen Angaben eine Anlage der USA oder ihrer Alliierten. Noch sei nicht bekannt, ob die Männer einer Terrorgruppe angehören.
Der türkische Oberkommandierende der internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF, General Hilmi Akin Zorlu, hatte nachdrücklich vor drohenden Terroranschlägen in Afghanistan im Zusammenhang mit einem möglichen Irak-Krieg gewarnt. Auch in Kabul hielten sich eine Reihe "zerstörerischer Elemente" auf. Bei einem Angriff der USA auf den Irak sei mit Attacken gegen Ausländer in Afghanistan zu rechnen, sagte General Zorlu. Gefährdet seien insbesondere Angehörige der ISAF, Mitarbeiter der Vereinten Nationen und von Nichtregierungsorganisationen sowie Geschäftsleute. Die Niederlande und Deutschland übernehmen am 10. Februar für sechs Monate die Führung der ISAF.
18 Rebellen von US-Soldaten getötet
Nach dem gewaltsamen Sturz der Taliban sind in Teilen Afghanistans weiterhin Gegner der USA aktiv. Zuletzt hatten zu Wochenbeginn US-Soldaten und verbündete Einheiten in Gefechten mit mutmaßlichen Anhängern des fundamentalistischen paschtunischen Kriegsherrn und Ex-Premiers Gulbuddin Hekmatyar mindestens 18 Rebellen getötet. Auch die ISAF-Truppe in Kabul war bereits Ziel von Anschlägen. Rund 8000 US-Soldaten suchen derzeit in Afghanistan weiter nach Exponenten des gestürzten Taliban-Regimes und der Al-Kaida-Terrororganisation. Die mit US-Hilfe eingesetzte Regierung des Präsidenten Hamid Karzai, dessen Leibgarde von den USA gestellt wird, kontrolliert lediglich die Hauptstadt Kabul.
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