Schweres Erdbeben in Ostanatolien
- Zahlreiche Häuser beschädigt, eine Tote zu beklagen
- Appell des Bürgermeisters: "Wir brauchen dringend Zelte!"
Bei einem Erdbeben in der Osttürkei sind Montag früh in mehreren Dörfern zahlreiche Häuser und Gebäude beschädigt worden. Das Beben, das die dünn besiedelten Provinz Tunceli erschütterte, erreichte eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala. Eine Dorfbewohnerin starb nach Angaben der Behörden in den Trümmern ihres Hauses.
Mehrere Menschen wurden verletzt, als sie in Panik aus den Fenstern sprangen. Das Zentrum des Bebens lag in der Kreisstadt Pülümür. Dort waren 1967 bei einem Beben der Stärke 6,2 fast 100 Menschen ums Leben gekommen.
Der türkische Rote Halbmond schickte umgehend Zelte, Decken und Heizgeräte in das Erdbebengebiet. "Obwohl es sehr kalt ist, kehren die Menschen nicht in ihre Häuser zurück", sagte der Bürgermeister von Pülümür, Mesut Coskun, der Nachrichtenagentur Anadolu. "Wir brauchen dringend Zelte." Die Ausläufer des Erdbebens waren auch in mehreren Städten der Region zu spüren. In Erzincan, wo drei Menschen in Panik aus dem Fenster sprangen, wurde das Gerichtsgebäude beschädigt.
Fast die gesamte Türkei gilt als erdbebengefährdet. In Erzincan waren 1939 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,9 fast 33.000 Menschen ums Leben gekommen. Im Nordwesten der Türkei starben bei zwei Beben im August und November 1999 rund 18.000 Menschen.
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