Paukenschlag im Krone-Streit: WAZ holt Dragon zurück
- FORMAT: Neuer Krone-Chef Kuhn sieht 'keinen Frieden'
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·"Krone" neu
Neuer Chef Kuhn sieht keinen Frieden
·Heikle Aufgabe
M. Kuhn zwischen Dichand und WAZ
·Jänner 2003
Dichand-Sohn übernahm "Erbe"
·Krone-"Erbe"
Fix: Michael Kuhn Dichand jun.-Vize
·Michael Kuhn
Der neue Vize- Chef im Portrait
·"Krone-Krieg"
24. Jänner: Friede bei Dichand & WAZ
·Leserbriefe
Die Krone-Leser hielten zu Dichand
Kein Ende im tagelangen Streit ums Krone-Erbe. Es gibt zwei neue Chefs bei der Krone. Hans Dichand inthronisierte Sohn Christoph. Er wird flankiert vom geschäftsführenden Chefredakteur Michael Kuhn. Freitag der Paukenschlag: Die WAZ bestellte noch einen neuen Chef - Friedrich Dragon, der nach Streitigkeiten mit Dichand sen. das Haus verlassen hatte! Er sieht sich nicht als Gegen-, sondern Mitspieler Dichands. Und er will "Aufgaben der Gesellschafter wahren".
Für einen Überraschungseffekt hat die deutsche WAZ-Gruppe mit einer weiteren Personalentscheidung in Sachen "Kronen Zeitung" gesorgt: Friedrich "Bibi" Dragon, der langjährige geschäftsführende Chefredakteur des Blatts, vertritt ab sofort die deutschen Hälfteeigentümer in den "Krone"-Gesellschaften.
Dragon wurde am Donnerstag die Einzelprokura für die NKZ Austria-Beteiligungs GmbH und Austria Medien GmbH übergeben, teilte die WAZ in einer Aussendung mit. Über diese beiden Unternehmen ist die WAZ zu 50 Prozent an der "Kronen Zeitung" beteiligt. Die andere Hälfte gehört Hans Dichand, Herausgeber und Hauptgeschäftsführer der Zeitung.
Mit Dragon hat er nun einen langjährigen Wegbegleiter als direktes Gegenüber - der allerdings im Jahr 2001 im Zwist von der "Krone" schied. Gegenüber dem "Standard" (Freitagausgabe) betonte Dragon, Dichand sei nicht sein Gegen-, sondern sein Mitspieler.
Er verwies darauf, dass nunmehr die neue Chefredaktion - Dichands Sohn Christoph sowie Michael Kuhn als neuer geschäftsführender Chefredakteur - und nicht Dichand die Personalhoheit habe. Personalentscheidungen Dichands hätten in jüngster Zeit für "Besorgnis und Unruhe" in der Belegschaft gesorgt. Er selbst werde alles vermeiden, was der "Krone" schade, zugleich "die Aufgaben der Gesellschafter wahren - das ist ein breites Spektrum".
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