Wieder Panne bei Tyrolean-Maschine
- Bei Start brach ein Rad des Hauptfahrwerkes ab
- Passagiere der Dash-8Q-400 nicht gefährdet
Die Pannenserie bei den Tyrolean Airways dauert an: Bei einer Dash-8-400-Maschine (Bild) ist beim Start in Frankfurt am Hauptfahrwerk ein Rad abgebrochen. Entdeckt wurde der Schaden aber erst nach der Landung in Salzburg. Die 47 Passagiere und fünf Crew-Mitglieder seien jedenfalls zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, so die AUA.
Das losgelöste Rad wurde später auf dem Flughafen in Frankfurt in der Nähe der Piste aufgefunden. Eine erste Überprüfung ergab, dass die Radmutter des äußeren Rades am rechten Fahrwerk gebrochen war. Das führte vermutlich zur Lösung eines der beiden Zwillingsräder.
Die Ursache für diesen Vorfall sei noch unklar, so AUA-Sprecher Johannes Davoras. Ein Materialfehler sei nicht auszuschließen. Der Vorfall müsste aber zunächst gemeinsam mit der Herstellerfirma Bombardier untersucht werden.
Wiederholt Pannen bei Dash-Flieger
Betroffen ist genau jener Flugzeug-Typ, bei dem seit Monaten technische Probleme auftreten. Mehr als 40 Mal mussten Flugzeuge am Boden bleiben oder umkehren. Seit April 2002 hat es mit diesem Maschinentyp, der "Dash 8/400 Q", wiederholt Probleme gegeben. Mehr als 30 Flüge nach Frankfurt - eine der Hauptflugstrecken - mussten im vergangenen Jahr wegen technischer Probleme abgesagt oder verschoben werden. Die Elektronik habe laut AUA-Sprecher Jurceka unter diversen "Kinderkrankheiten" gelitten, die die Techniker aber jetzt im Griff hätten.
Auf einer Pressekonferenz im Dezember 2002 in Salzburg hatten die Verantwortlichen erklärt, dass die Gründe für die Zwischenfälle dieses Flugzeugtyps unterschiedlich gewesen seien, jedoch hätte keiner der Zwischenfälle Anlass zur Angst um das Leben der Passagiere gegeben.
Um die technische Verlässlichkeit des Flugzeugs zu erhöhen, wurde das Ersatzteillager für die "Dash 8/400 Q" in Salzburg 2002 mit einem Kostenaufwand von mehr als 500.000 US-Dollar aufgestockt. Außerdem unterstütze ein zusätzlicher Techniker die Cockpit-Crew an Bord eines jeden Fluges, erläuterte Jurceka. "Die Elektronik der "Dash 8/400 Q" ist sehr kompliziert", so der AUA-Sprecher.
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