"Absolute" für ÖVP in NÖ wäre "keine Überraschung"
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Die Volkspartei gibt sich vorsichtig und nennt lediglich "klare Mehrheiten" als Ziel für die NÖ Landtagswahl. Für SPÖ, FPÖ und Grüne käme eine "Absolute" der ÖVP wenig überraschend. Das ist das Resümee der APA-Gespräche mit den Geschäftsführern der im Landtag vertretenen Parteien zwei Monate vor dem Votum. In Niederösterreich wird am 30. März gewählt.
Für Johanna Mikl-Leitner (VP) geht es nicht um Spekulationen um eine absolute Mehrheit (die für die ÖVP nach einer ersten Umfrage mehr als nur in Reichweite scheint, Anm.), sondern um ein "starkes Gewicht Niederösterreichs in Österreich, in Europa und im internationalen Wettbewerb". Es wäre "schön", würde die Volkspartei am 30. März im Land ein Ergebnis wie am 24. November bei der Nationalratswahl (47,8 Prozent in NÖ, Anm.) erreichen, so Mikl-Leitner. Bei der Landeswahl 1998 waren es 44,9 Prozent.
Für Karin Kadenbach (SP) wäre eine "Absolute" der ÖVP "keine Überraschung". Die Mehrheit der Wähler im Land sei dem konservativen Lager zuzurechnen. Da die FPÖ ein "zerstrittener Haufen" ohne jegliches Angebot sei, werde ein Teil der bisherigen Wähler der Freiheitlichen zur Volkspartei abwandern. Daraus ergebe sich "die Wahrscheinlichkeit der absoluten Mehrheit", sagte Kadenbach.
Wenig überraschend käme auch für Thomas Ram (FP) eine absolute Mehrheit der ÖVP. Das wäre jedoch "schlecht für das Land und die Demokratie in Niederösterreich". Für Thomas Huber (Grüne) ist eine "Absolute" der Volkspartei am 30. März sogar "ziemlich klar". Davon sei "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" auszugehen.
Die eigenen Ziele formulierten die Parteifunktionäre so: Die ÖVP will "klare Mehrheiten", ohne das Wort "Absolute" auszusprechen. Die SPÖ, die zuletzt bei vier Wahlen in Serie oder seit 20 Jahren Einbußen hinnehmen musste, nennt "stärker werden" als Ziel. Die FPÖ will allen innerparteilichen Turbulenzen zum Trotz (Stichwort: Sonderparteitag-Diskussion, Anm.) ihren Sitz in der Landesregierung halten, den sie seit 1993 innehat. Das werde zwar "nicht einfach sein, wäre aber für das Land wichtig". Die Grünen wollen ihren Mandatsstand von zwei auf vier (Klubstärke, Anm.) verdoppeln und die Freiheitlichen - wie schon am 24. November in NÖ bei der Nationalratswahl - überholen.
Die NÖ Sozialdemokraten haben Donnerstagabend - zwei Monate vor der Landtagswahl - als erste Partei den Wahlkampf gestartet. Bei der Auftaktveranstaltung in Vösendorf meinte Bundesparteichef Alfred Gusenbauer an die Adresse all jener, die die NÖ Wahl bereits "für geschlagen" halten: "Es sind schon Hausherren gestorben."
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