Montag, 27. Jänner 2003

Unfallopfer ging mit abgetrenntem Arm 1,5km ins Spital

  • Leitschiene bohrte sich durch Auto

Nach einem spektakulären Unfall in Braunau in Oberösterreich marschierte in der Nacht auf Montag ein 34-jähriger Autolenker mit abgetrenntem Arm rund 1,5 Kilometer ins nächste Krankenhaus. In der Zwischenzeit hatten Gendarmeriebeamte den Unterarm an der Unfallstelle gefunden. Der Gastwirt und sein Arm wurden mit dem Rettungsauto ins UKH Salzburg überstellt. Laut Auskunft des Krankenhauses wurde der Arm wieder angenäht.

Gegen 0.30 Uhr war der Gastwirt auf der B 148, der Altheimer Bundesstraße, unterwegs. Aus noch unbekannter Ursache verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet auf das rechte Bankett, schleuderte und durchstieß anschließend die Leitschiene auf der linken Straßenseite. Dabei bohrte sich ein Teil der Leitschiene im Bereich der Vordersitze quer durch das Auto des 34-Jährigen. Der Wagen kam in der Folge auf dem Dach zwischen Bäumen zu liegen.

Dem Gastwirt wurde bei dem Unfall der linke Unterarm abgetrennt. Zu Fuß machte er sich auf den Weg in das Krankenhaus Braunau, wo er erstversorgt wurde. Der von der Gendarmerie gefundene Arm wurde vom Notarzt in das Krankenhaus gebracht. Weitere Personen waren an dem Unfall nicht beteiligt, am Auto entstand Totalschaden.

Der Arm wurde dem 34-Jährigen in einer rund sechs Stunden dauernden Operation wieder angenäht. "Im Moment schaut es gut für den Patienten aus", hieß es aus dem UKH Salzburg.

27.1.2003 09:42