2002 mehr Neugeschäft beim Bausparen
- Bausparen durch anhaltende Börsentalfahrt "beflügelt"
- Raiffeisen Bausparkasse 2002: Rekord im Neugeschäft
Ein ausgezeichnetes Neugeschäft verzeichnete der österreichische Bausparsektor im Vorjahr. Die Zahl der neuen Verträge stieg um 5,1 Prozent auf 948.284, nach rund 902.600 im Jahr 2001, und die Vertragssummen kletterten um 5,9 Prozent auf den neuen Rekordwert von 17,5 Mrd. Euro.
"Bausparen entwickelt sich angesichts fallender Aktienkurse zum Renner, die Österreicher setzen wieder verstärkt auf sichere und kalkulierbare Sparformen", ortet der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Bausparkassen (AÖB), Erich Rainbacher, ein verstärktes Sicherheitsbewusstsein bei den Sparern.
Die Gesamteinlagen lagen zu Jahresende mit 16,990 Mrd. Euro um 0,3 Prozent unter dem Vorjahr (17,041 Mrd. Euro). Dass die Einlagen trotz des guten Neuabschlussgeschäfts konstant blieben, ist eine Folge der hohen Umwandlungen von Zwischendarlehen in Bauspardarlehen. Da dabei Eigenmittel in Höhe von 30 bis 35 Prozent der Vertragssumme ausgezahlt werden, dämpft dies auch immer das Einlagenniveau.
Die schwache Baukonjunktur bremste 2002 die Entwicklung der Finanzierungsleistung und der Gesamtausleihungen. Mit 2,1 Mrd. Euro Finanzierungsleistung lagen die Baugeldauszahlungen um 22 Prozent unter dem Wert von 2001 oder um 400 Mio. Euro hinter dem Finanzierungsdurchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Heuer sollen es wieder 3 Mrd. Euro werden. Bei den Ausleihungen wurde vergangenes Jahr mit 14,0 Mrd. Euro ein leichter Rückgang von 2,5 Prozent gegenüber 2001 verzeichnet.
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