Bulgarien: Telekom-Privatisierung wurde erlaubt
- Wiener Viva Ventures bevorzugter Käufer
Die bulgarische Generalstaatsanwaltschaft hat ihr eigenes Verbot für die Privatisierung der Telekom BTK außer Kraft gesetzt. Wie die Behörde in Sofia mitteilte, seien ihr Dokumente bekannt geworden, die Möglichkeiten zur Verbesserung des Privatisierungsgeschäfts zeigten. Der Verkauf der bulgarischen Telekom war am 6. Dezember 2002 gesperrt worden, um "mögliche kriminelle Handlungen" zu vermeiden.
Der von der bulgarischen Regierung bevorzugte Käufer von BTK ist das in Wien registrierte Unternehmen Viva Ventures, eine Tochter der amerikanischen US-Investmentgesellschaft Advent International (Boston), die laut Homepage unter anderem auch an der insolventen Wiener CyberTron beteiligt ist.
200 Mio. Euro für 65% der Anteile
Laut früheren Angaben der staatliche Privatisierungsagentur hat die Wiener Holdinggesellschaft 200 Mio. Euro für 65 Prozent der Anteile von BTK geboten. Die BTK-Mitarbeiter hatten gegen die geplante Privatisierung geklagt, eine Entscheidung wird demnächst erwartet.
