Dt. Auskunftsanbieter Telegate kommt nach Österreich
- Ab Februar Telegate-Telefonauskunft hierzulande erreichbar
- 1 Mio. zusätzliche Anrufe pro Jahr erwartet
Der deutsche Auskunftsanbieter Telegate expandiert nach Österreich. Ab Februar werde die Telefonauskunft auch in Österreich erreichbar sein, teilte der neue Vorstandsvorsitzende Andreas Albath der Nachrichtenagentur Reuters mit. "Wir erwarten durch unseren Eintritt in den österreichischen Markt zunächst rund eine Million zusätzliche Anrufe pro Jahr". Neue Investitionen seien nicht nötig, weil die Anrufe an Call-Center in Deutschland weitergeleitet würden.
Nach einem Jahr der Konsolidierung steht bei Telegate wieder eine langsame Expansion im Ausland an. Auch in Großbritannien sei Telegate nach jahrelanger Vorarbeit seit Dezember mit einer Auskunftsnummer vertreten, berichtete Albath. 20 bis 25 Millionen Anrufer, was einem Marktanteil von drei Prozent entspreche, müsse Telegate dort pro Jahr gewinnen, um profitabel arbeiten zu können. Zudem setze Telegate weiter auf Spanien und Italien, wo die Gesellschaft bereits mit einem eigenen Auskunftsdienst vertreten ist.
USA: Keine weiteren Investitionen
In die USA wolle das Unternehmen nach Anlauf-Investitionen von 50 bis 60 Mio. Euro dagegen kein weiteres Geld stecken. Die Hoffnung auf eine Liberalisierung des Auskunftsnetzes habe sich nicht erfüllt, kommentierte Albath die Entwicklung auf dem US-Markt. Auch in Europa hätten sich die Erwartungen auf eine Freigabe der Auskunftsdienste vielfach nicht erfüllt. Ein Fehler sei es auch gewesen, zu viel Geld in Internet-Projekte zu stecken, die wenig Profitabilität versprochen hätten, sagte Albath, der im Jänner die Firmenleitung von Klaus Harisch übernommen hat. Unter Harisch war Telegate durch einen starken Expansionskurs in Schwierigkeiten geraten. Seit Vorlage der Halbjahreszahlen 2001 fährt das Unternehmen einen Sparkurs.
Ergebnis
Albath bekräftigte, das Unternehmen wolle 2002 ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) zwischen fünf und zehn Mio. Euro erzielen. Diese Prognose werde am "oberen Rand" erfüllt. Nach neun Monaten betrug das EBITDA 8,6 (Vorjahr: minus 10,8) Mio. Euro. Das Unternehmen legt seine Jahreszahlen am 27. Februar vor.
Weitere Informationen:
