Montag, 20. Jänner 2003

USA: 5 Prozent der SMS-Nachrichten kommen nie an

  • Mobiltelefon-Betreiber wenig beeindruckt

Die per Mobiltelefon geschickten Textnachrichten (SMS - short message service) sind nicht immer so zuverlässig wie angenommen: Laut einer Studie der kalifornischen Gesellschaft Keynote Systems kommen 7,5 Prozent der in den USA versendeten SMS innerhalb von 120 Sekunden nicht beim anvisierten Empfänger an. Fünf Prozent der verschickten SMS bleiben überhaupt irgendwo im Äther "hängen" und erreichen nie den geplanten Adressaten.

Der Absender erhalte meistens die Mitteilung, dass die Nachricht versandt worden sei. Dies sage aber nichts darüber aus, ob sie auch angekommen sei und dürfe daher nicht als "Empfangsbestätigung" missverstanden werden, warnte Chuck Mount von Keynote Systems: "Normalerweise gibt es keine Fehler-Meldung, dass das SMS nicht zugestellt werden konnte".

Studie: 25.000 SMS versendet
Für die Untersuchung wurden in den ersten zwei Dezemberwochen des Vorjahres 25.000 SMS zwischen mehreren am US-Markt tätigen Mobiltelefon-Betreibern verschickt: AT&T, Cingular, Nextel, Verizon und T-Mobile. In manchen Fällen wurden die verloren gegangenen SMS sogar noch dem Absender verrechnet. In den USA müssen Handy-Benutzer sowohl für abgehende als auch für ankommende Gespräche zahlen, ebenso ist auch das Senden und Empfangen von SMS kostenpflichtig. Dies dürfte einer der Faktoren sein, warum das SMS-Senden bisher nicht sehr populär ist.

Verbesserungs-Potenzial
Bei den Anbietern löste das Testergebnis offenbar wenig Überraschung aus, berichtete die "New York Times". Eine Sprecherin von AT&T Wireless erklärte, die Untersuchung stelle lediglich fest was die Gesellschaft bereits über die Performance ihres Netzes gewusst habe. Obwohl der Prozentsatz der verlorenen SMS ihren Angaben nach relativ gering sei gäbe es immer noch Potenzial für Verbesserungen. Ein Sprecher von Verizon bezweifelte die Aussagekraft der Keynote-Studie, da sie nur in den Städten New York, Seattle und Dallas durchgeführt worden sei.

20.1.2003 09:25