Freitag, 24. Jänner 2003

Gates: Microsoft-Software wird sicherer

  • Besserer Schutz durch Identifikation per Chip-Karte

Microsoft-Gründer Bill Gates hat in einer E-Mail deutliche Verbesserungen bei der Sicherheit der Computerprogramme seiner Firma angekündigt. In dem an rund eine Million Menschen versandten 1.500 Wörter langen Schreiben verwies Gates darauf, dass neue Risiken entstanden seien, mit denen kaum einer in der Computerindustrie gerechnet habe.

Einer der Schwachpunkte bei der Sicherung von Computersystemen seien die Passwörter. Microsoft werde deshalb seine Unterstützung für Smart-Cards ausbauen, mit denen sich jeder Benutzer eindeutig an einem Rechner identifizieren könne.

Trustworthy computing
Bei Microsoft seien inzwischen alle Beschäftigten verpflichtet, sich nur noch mit den Chip-Karten auf Computern anzumelden, auch Zuhause und unterwegs. Diese Vorschrift sei nach einem Einbruch in das Computersystem bei Microsoft im Oktober 2000 in Kraft gesetzt worden. "Wir erwarten, dass die meisten Betriebe im Laufe der Zeit auf Kartensysteme umsteigen", schrieb Gates. Er hatte vor einem Jahr schon in seiner Firma die Initiative "trustworthy computing" (vertrauenswürdiger Computereinsatz) ins Leben gerufen, bei der Microsoft für zehn Wochen praktisch die Softwareentwicklung einstellte, weil alle Mitarbeiter zu Sicherheitsschulungen mussten.

Überzeugungsarbeit
Gates E-Mail ist Teil der Bemühungen von Microsoft, besonders Großkunden davon zu überzeugen, dass die Windows-Betriebssysteme auch in kritischen Bereichen sicher sind. Gerade ältere Versionen gelten als anfällig für Computerviren und Hackerangriffe.

Weitere Informationen:

  • Microsoft-Website

    24.1.2003 09:55