Schach: Kasparow tritt gegen "Deep Junior" an
- Ex-Weltmeister: "Menschliche Spieler nicht chancenlos"
- 13 Partien ab Sonntag
Garry Kasparow tritt in New York zur Revanche gegen künstliche Schach-Intelligenz an. Der ehemalige Weltmeister will in einem 13-tägigen Match gegen "Deep Junior" nach eigenen Worten beweisen, dass der Mensch gegen Computer nicht chancenlos ist.
"Ich hoffe, durch meine Erfahrung zu neuen Standards beizutragen und auch zu beweisen, dass menschliche Spieler nicht chancenlos sind", sagte der 39-Jährige am Donnerstag. Das Duell sei nicht nur für das Schachspiel sehr wichtig, sondern auch für den Menschen als Gattung, sagte Kasparow.
"Deep Blue" & "Deep Fritz"
Kasparow hatte 1997 gegen "Deep Blue" verloren und damit als erster amtierender Weltmeister gegen einen Schachcomputer unter klassischen Bedingungen. Die Niederlage hatte Diskussionen über menschliche und künstliche Intelligenz ausgelöst. Vergangenen Oktober hatte Weltmeister Wladimir Kramnik bei einem Duell gegen den Schachcomputer "Deep Fritz" ein Unentschieden erzielt.
"Deep Junior"
"Deep Junior" hält derzeit den Weltmeistertitel unter den Schachprogrammen. Der Computer kann rund drei Millionen Schachzüge pro Sekunde errechnen, "Deep Blue" kalkulierte dagegen zwischen 200 und 300 Millionen Züge pro Sekunde. Das neue Schachprogramm kann Experten zufolge Entscheidungen jedoch viel flexibler treffen.
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