Donnerstag, 23. Jänner 2003

2002: Texas Instruments mit Verlust

  • Umsatz kräftig gestiegen

Der weltgrößte Handychip-Hersteller Texas Instruments hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2002 wegen Abschreibungen auf Investments Verluste verbucht. Der Quartalsumsatz sei deutlich um 20 Prozent erhöht worden, teilte das in Dallas (US-Staat Texas) ansässige Unternehmen mit. Nach Ansicht von Fachleuten gibt dies Resultat Hoffnung auf eine Besserung in der Mobilfunkbranche.

Texas Instruments Inc. (TI) bietet auch Computerchips, Chips für Fotoapparate sowie andere Elektronikprodukte an. Dank einer starken Position bei Handy-Chips war TI von der schweren Flaute im Computerbereich nicht sehr stark betroffen. Nach Darstellung von Branchenkennern will nun der Computerchip-Branchenführer Intel stärker in das Geschäft mit Chips für den Mobilfunksektor eindringen und damit eine schärfere Konkurrenz für TI werden.

Geschäftsergebnis
TI wies für das Schlussquartal 2002 rote Zahlen von 589 Mio. Dollar (550 Mio. Euro) oder 34 Cent je Aktie aus gegenüber einem Verlust von 116 Mio. Dollar oder sieben Cent je Aktie im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Quartalsumsatz stieg kräftig auf 2,1 (1,8) Mrd. Dollar. Damit hat das Unternehmen bei Umsatz und Ertrag seine früheren Prognosen übertroffen. Der Halbleiterumsatz erhöhte sich im Schlussquartal zur Vorjahresvergleichszeit um 22 Prozent. Der Umsatz in der Sparte Sensoren und Kontrollen stieg um zehn Prozent, wobei sich das gute Geschäft im Autobereich positiv bemerkbar machte.

Abschreibung
Das Unternehmen schrieb 638 Mio. Dollar auf seine Micron-Technology-Aktien ab, die TI 1998 für den Verkauf seines Speichergeschäfts an Micron Technology erhalten hatte. Die Abschreibung reduzierte den Gewinn um 37 Cent je Aktie. Texas Instruments hätte unter Ausklammerung von Sonderfaktoren sechs Cent je Aktie verdient. Die Analysten hatten auf dieser Basis mit drei Cent Gewinn je Aktie gerechnet.

Der Auftragseingang erhöhte sich im Schlussquartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt um 32 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar. Der Auftragseingang legte im Gesamtjahr um 23 Prozent auf 8,4 Mrd. Dollar zu.

Für das gesamte Jahr 2002 verbuchte TI einen Jahresverlust von 344 (201) Mio. Dollar oder 20 (zwölf) Cent je Aktie. Der Jahresumsatz wurde auf 8,4 (8,2) Mrd. Dollar gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Chip-Umsatz um zwei Prozent. Im Mobilfunkbereich und in der digitalen Verbraucherelektronik gab es ein kräftiges Umsatzwachstum. In der Sparte Sensoren und Kontrollen stagnierten die erlöse hingegen. Das Unternehmen hat nach seinen Angaben im Schlussquartal 2002 die liquiden Mittel um 498 Mio. Dollar auf mehr als vier Mrd. Dollar erhöht.

23.1.2003 12:51